07.09.2017

Papstreise nach Kolumbien

Typisch Franziskus, ist man versucht zu sagen: Gleich zu Beginn seiner Kolumbienreise ist der Papst vom geplanten Besuchsprogramm abgewichen und hat Versehrte der Kämpfe der letzten Jahrzehnte am Flughafen begrüßt.

Bei dem ungeplanten Zusammentreffen kam es zu emotionalen Szenen. Der Papst begrüßte die ehemaligen Soldaten mit Umarmungen und schüttelte ihre Hände. Seine Weiterfahrt zur päpstlichen Nuntiatur in Bogota, wo er während der gesamten Reise unterkommt, verzögerte sich.

Der Papst habe ihn gefragt, ob es möglich sei, die Verwundeten persönlich zu treffen, berichtete Staatspräsident Juan Manuel Santos noch am Mittwoch. Er habe Franziskus geantwortet: „Bitte, Heiliger Vater, das sind unsere Helden, die uns erlaubt haben, dass wir heute feiern können, dass wir Frieden haben.“

Zur ersten geplanten Begegnung kam es dann direkt vor der Nuntiatur; jeden Abend wird der Papst dort zum Tagesabschluss eine Gruppe von Menschen empfangen. In dieser Nacht waren es junge Menschen, die auf der Straße leben oder in Gefahr sind, auf der Straße zu enden. Eine von einem Salesianer gegründete Organisation kümmert sich um diese jungen Menschen.

Ebenfalls vor die Nuntiatur kam eine Gruppe von Priestern und Laien, die sich das „gemeinsame Wachsen in Barmherzigkeit“ auf die Fahnen geschrieben hat.
(rv)

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