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Die Austria.On.Mission-Awards 2026

Hier erfahren Sie alles über unsere Emil-Awards und unsere diesjährigen Preisträger!

Missio Österreich verleiht am Donnerstag, 5. November 2026 die „Austria.On.Mission-Awards im ARIANA Eventcenter, Wien. 

Über die Austria.On.Mission-Awards

Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich zeichnen jedes Jahr Personen oder Personengruppen aus, die sich in vorbildlicher Weise für die Weltmission einsetzen oder missionarisch engagieren und verleihen diesen eine Auszeichnung: die „Austria.On.Mission-Awards“.

Die Preisträger 2026

MISSIONARY FROM AUSTRIA: Pater Alois Ortner, SVD

Pater Alois „Lois“ Ortner ist einer, der nicht lange redet, sondern anpackt. Wenn irgendwo eine Schule fehlt, eine Brücke gebraucht wird oder ein Weg zu beschwerlich ist, dann schaut der Steyler Missionar nicht weg. Er baut. 

Geboren 1956 in Tragwein im Mühlviertel, studierte Alois Ortner zunächst Mathematik und Biologie. 1983 trat er in die Gesellschaft des Göttlichen Wortes, die Steyler Missionare, ein. Vier Jahre später führte ihn sein Weg auf die Philippinen. Dort folgte er dem Beispiel seiner Tante, Schwester Merita Rosa Ortner SSpS, die selbst rund 49 Jahre als Missionarin auf den Philippinen gewirkt hatte. 1988 wurde er in Tagaytay City zum Priester geweiht. 

Seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten sind die Philippinen seine Heimat. Besonders prägend war seine Zeit auf der Insel Sibuyan in der Provinz Romblon. Ab 2002 wirkte er als erster Pfarrer der neu gegründeten Pfarre St. Therese in Lumbang – und machte aus einer kleinen Missionspfarre einen Ort, an dem Glaube, Bildung und konkrete Hilfe zusammengehören. 

Pater Lois baute Schulen und Kapellen, ein Pfarrzentrum und sogar Lehrwerkstätten. Die Junior- und Senior High School, die unter seiner Mitwirkung entstand, bietet heute rund 650  Studenten Bildung und Zukunftsperspektiven. Für Kinder aus armen Familien organisierte er ein kostenloses Reis-Ausgabeprogramm. Und weil Mission für ihn auch bedeutet, Menschen miteinander zu verbinden, entstanden unter seiner Initiative Hängebrücken und sogar ein Tunnel – damit Kinder sicherer zur Schule und Menschen leichter von einem Dorf ins andere kommen. 

„Ich gehöre auf die Philippinen“, sagte Pater Lois einmal während eines Heimaturlaubs. Und das spürt man. Seine Mission ist keine Einbahnstraße: Sie verbindet Menschen, schafft Chancen und macht Hoffnung ganz konkret. 

Heute wirkt Pater Alois Ortner als Pfarrer in Apurawan auf der Insel Palawan. Sein Werkzeug ist dabei nicht nur das Evangelium – sondern ebenso Tatkraft, Ausdauer und die Überzeugung, dass ein besseres Leben manchmal ganz einfach mit einer Schule, einer Brücke oder einer Schüssel Reis beginnt. 

MISSIONARY IN AUSTRIA: Pater George Elsbett LC 

Was passiert, wenn ein Priester nicht darauf wartet, dass die Menschen in die Kirche kommen – sondern sich fragt, wie Kirche mitten in einer Großstadt für Menschen von heute aussehen kann?

Pater George Elsbett und sein Team vom Zentrum Johannes Paul II. haben darauf eine ziemlich konkrete Antwort gegeben: Man schafft einen Ort, an dem Menschen gerne sind, sich wohl fühlen und andere Menschen dorthin mitbringen.

1972 in London geboren und in Kanada aufgewachsen, trat George Elsbett 1993 in das Noviziat der Legionäre Christi ein. Er studierte Philosophie und Theologie in Rom und wurde 2003 zum Priester geweiht. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wirkt er in Österreich – und hat hier mit dem Zentrum Johannes Paul II. etwas aufgebaut, das weit über eine klassische Pfarrgemeinde hinausgeht.

Heute ist das Zentrum eine lebendige Gemeinschaft mit rund 600 Menschen. Bis zu 450 feiern an einem Wochenende die Heilige Messe mit. Rund 180 Menschen übernehmen Verantwortung, viele davon als Leiter von Kleingruppen.

Seit 2025 hat diese Gemeinschaft ein außergewöhnliches Zuhause: ein ehemaliges Hotel in der Praterstraße 28. Schon von der Straße aus fällt das große Kreuz der zweigeschossigen Kapelle ins Auge. Doch wer durch die Tür kommt, entdeckt weit mehr: ein einladendes Café, Hotelzimmer, wunderschöne Gemeinschafts-, Seminar- und Veranstaltungsräume, Kinder- und Jugendbereiche, Musikräume und natürlich die Kapelle als geistliches Herzstück des Hauses.

Und genau darin liegt die missionarische Idee: Kirche mitten im Leben. Man kann zum Gottesdienst kommen, Mittag essen, einen Kaffee trinken, an einem Seminar teilnehmen, Freunde treffen, ein Zimmer buchen – oder einfach einmal neugierig hereinschauen.

Das Zentrum will ausdrücklich Gläubige und Nichtgläubige erreichen. Es geht um Begegnung ohne Berührungsängste, um Gemeinschaft und darum, Menschen Schritt für Schritt mit Christus in Berührung zu bringen.

Pater George nennt das Ziel nicht einfach „mehr Kirchenbesucher“. Seine Vision sind missionarische Jünger: Menschen, die selbst vom Glauben begeistert sind und diese Begeisterung weitertragen.

STAR OF MISSION: Dr. Alfred und Elisabeth Berghammer 

Man könnte sagen: Alfred und Elisabeth Berghammer sind Menschen, die unterwegs bleiben. Seit Jahrzehnten – in ihrer Heimat Salzburg, in der Kirche und mit einem wachen Blick auf die Weltkirche. 

Alfred und Elisabeth Berghammer engagieren sich seit Jahrzehnten in ihrer Pfarre Sankt Martin, Salzburg  und für die Weltkirche. Sie sehen sich als pilgernde Menschen hin zum Ziel ihres Lebens. Dazu gehören auch immer wieder ausgewählte Wegstrecken auf Pilgerwegen. So ist Alfred nach seiner Pensionierung von Salzburg nach Santiago de Compostella 3 Monate auf dem Jakobsweg gepilgert, rund 600 km davon begleitet von seiner Gattin Elisabeth. 

Neben der Sorge für eine große Familie gehört die Mitverantwortung in der Kirche zu ihren großen Anliegen. Ganz besonders am Herzen liegt ihnen die Ausbildung von Priestern. Daher unterstützen sie seit vielen Jahren MIssio und dabei besonders die Patenschaften für den Priesternachwuchs und konkrete Projekte für die Priesterausbildung, besonders in Afrika.  

Sie sind überzeugt, dass viele Probleme in der Gesellschaft der afrikanischen Länder gemildert werden könnten, wenn es in ausreichender Anzahl gut ausgebildete, engagierte und geistlich verwurzelte Priester gibt. Sie nehmen an, dass auch wir in den europäischen Ländern von der Begeisterung profitieren können, die die jungen Geistlichen aus Afrika in die Weltkirche einbringen. 

Der Star of Mission geht an Alfred und Elisabeth Berghammer – für ein Leben, das aus dem Glauben Verantwortung macht, für die Kirche in Salzburg ebenso wie für die Weltkirche. Und für ihre besondere Überzeugung: Wer Priesterausbildung fördert, baut an der Zukunft der Weltkirche. 

HERO OF CHARITY: Sr. Annie Chiluba 

Wenn Schwester Annie Chiluba morgens ihre Arbeit beginnt, weiß sie: Heute wird wieder jemand auf sie warten. Eine Mutter, die medizinische Hilfe braucht. Ein Kind, das krank ist. Ein älterer Mensch, der Unterstützung braucht. Eine Familie, die nicht weiß, wie es weitergehen soll. 

Seit fast drei Jahrzehnten ist Sr. Annie eine Franciscan Missionary Sister of Assisi. Ihre Berufung verbindet dabei zwei Dinge, die für sie untrennbar zusammengehören: den Menschen ganz konkret zu helfen – und ihm dabei auch etwas von Gottes Liebe zu vermitteln. 

Sr. Annie ist ausgebildete Krankenschwester und hat sich darüber hinaus in Krankenhausmanagement und sozialer Betreuung spezialisiert. Sie leitete das St. Kalemba Rural Health Center und ist seit 2016 Krankenhausverwalterin des St. Theresa Mission Hospital in Mpongwe, einer wichtigen medizinischen Einrichtung in der ländlichen Region Sambias. Dort ist ein Missionsspital für viele Menschen eine Lebensader, denn es werden Menschen medizinisch versorgt, die sonst nur schwer Zugang zu professioneller Gesundheitsversorgung hätten. Dass dieses Krankenhaus heute ein breites Spektrum medizinischer Leistungen anbietet, zeigt auch die offizielle Gesundheitsversorgungsliste Sambias. 

Doch Sr. Annie denkt größer als in Krankenstationen und Behandlungszimmern. Zu ihrer Arbeit gehören auch pastorale Begleitung, die Unterstützung von Kindern und älteren Menschen, die Stärkung von Frauen und die Entwicklung von Projekten, die Menschen befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. 

Vielleicht ist genau das ihre besondere Stärke: Sie sieht nicht nur die Krankheit, sondern den ganzen Menschen. Nicht nur das Problem, sondern auch das, was einen Menschen wieder stark machen kann. 

Als Schutzengelschwester von Missio ist Sr. Annie Chiluba eng mit der weltkirchlichen Arbeit von Missio verbunden. Ihr Leben zeigt, was gelebte Nächstenliebe bedeutet: anpacken, zuhören, Verantwortung übernehmen – und dort bleiben, wo Menschen Hilfe brauchen. 

Der EMIL „Hero of Charity“ geht an Sr. Annie Chiluba – für ihren unermüdlichen Einsatz für kranke, arme und benachteiligte Menschen und für eine Nächstenliebe, die nicht bei Worten stehen bleibt.

Online-Anmeldung zur Emil-Gala 2026

Fragen und Infos

Informationen zum Shuttle-Service

Damit Sie die Emil-Gala 2026 genießen können, bieten wir Ihnen am 5. November 2026 einen Shuttle-Dienst zwischen dem Wiener Hauptbahnhof und dem ARIANA Eventcenter an:
Abfahrt Schwedenplatz zum ARIANA Eventcenter: Schwedenplatz 1, 1010 Wien, (Bushaltestelle direkt bei der U-Bahn-Station, in Fahrtrichtung Kai), ab 17:45 Uhr
Abfahrt ARIANA Eventcenter zum Schwedenplatz:
direkt vor dem Eventcenter, ab 22:00 Uhr

Bilder von den Austria.On.Mission-Awards 2025