Priestersammlung

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Father Cletus Carol Mzweru, der Priester auf dem Missio-Plakat, stammt aus Tansanias Hauptstadt Daressalam. Er erzählt, dass es in seinem Land sehr viele Berufungen gibt, aber die Bischöfe finanziell damit überfordert sind, all diesen vielen Priesterstudenten eine Ausbildung zu ermöglichen. Das ist eine große Last. Father Cletus war einer der 80.000 Priesterseminaristen, der durch die Päpstlichen Missionswerke auf dem Weg seiner Berufung, die er bereits als Kind spürte, unterstützt wurde. Er wurde im Jahr 2013 zum Priester geweiht, wirkte danach in einer Pfarre und wurde in diesem Sommer zum Lehrer im neugegründeten Priesterseminar Nazareti ernannt, um weitere Priesterstudenten auszubilden.

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Priestersammlung 6. Jänner

Die Priestersammlung am 6. Jänner finanziert die Ausbildung von ca. 80.000 Seminaristen sowie den Neubau und Ausbau von Priesterseminaren in den ärmsten Diözesen der Welt.

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Informationen und Inserate zur Priestersammlung

  • Der Neubau und Ausbau von Priesterseminaren und Noviziaten, was etwa in Afrika sehr dringlich ist wegen der steigenden Zahl an Berufungen;
  • Die Kosten für die Ausbildung der ca. 80.000 Seminaristen, die in armen Diözesen leben;
  • Lebensunterhalt und Unterkunft der Seminaristen während ihrer Ausbildung;
  • Fortbildungsprogramme für Priester und Seminaristen

Missio Österreich – und die vielen anderen kirchlichen Hilfswerke – tun viel für Schulbildung, Kindergärten usw. Missio Österreich unterstützt 3 Millionen (!) Katechistinnen und Katechisten, wir haben viele ökologische Projekte (Solaranlagen, biologische Landwirtschaft, …), sind im Einsatz für ehemalige Kindersoldaten, gegen Menschenhandel und vieles mehr. Darüber hinaus ist uns die Unterstützung von Priestern besonders wichtig.

Neben ihrem priesterlichen Dienst sind sie oft  die erste Anlaufstelle für Kranke und Hilfesuchende. Priester in Afrika und Asien sind neben der Pastoral zugleich „die obersten Sozialarbeiter“ ihrer Gemeinden. Da die staatliche Hilfe oft nicht funktioniert, sind es die Pfarrer, die vor einer Fülle von Herausforderungen stehen: Bei Naturkatastrophen schenken sie den Menschen Zuversicht, Trost und Hoffnung. Sie bleiben bei den Notleidenden, selbst wenn sonst niemand mehr bleibt. Sie bauen und betreuen Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser, Berufsbildungszentren, sie kümmern sich um die Armen, um Witwen, um Mikrokredite usw. Durch ihr Wirken lassen sie überall die Liebe Gottes aufleuchten.

Da ich selbst acht Jahre Pfarrer war, kenne ich das Problem der Überschneidung der Priestersammlung am 6. Jänner mit der Haussammlung der Dreikönigsaktion. Jedes Jahr erhalte ich verärgerte Zuschriften. Und ich habe dafür Verständnis, auch wenn mich das bedrückt. Ich kann versichern, dass seit der Zeit von Weihbischof Florian Kuntner (1980 bis 1994) noch jeder Nationaldirektor versucht hat, die Priestersammlung vom 6. Jänner wegzuverlegen. Ich auch. Es ist bisher nicht gelungen! Die Gründe sind vielfältig und komplex.

Von der Sache her sind die beiden Sammlungen an sich klar geregelt: Die Dreikönigsaktion führt durch das Sternsingen eine HAUS-Sammlung für ihre Projekte durch; die Päpstlichen Missionswerke machen am 6. Jänner in den Gottesdiensten die KIRCHEN-Sammlung für die Priesterausbildung und Seminaristen weltweit. Die Sammlung in der Kirche ist also nicht für die DKA gedacht, aber ich war selber Pfarrer und weiß wie schwierig es ist, den Gläubigen zu vermitteln, dass die Sammlung für die Priester in armen Ländern ist.

Einige Pfarren sind kreativ und verlegen die Priestersammlung, andere teilen auf. Ich kann und darf hier keine Vorschläge machen, weil es sich ja um Festlegungen durch die Bischofskonferenz handelt. Mein Herz brennt aber dafür, dass die Bedeutung der Priesterkollekte am 6. Jänner besser verstanden wird. Wenn es uns wirklich ein Anliegen ist, dass wir Priester haben, dann werden wir Ideen haben, um ihnen zu helfen.

Pater Dr. Karl Wallner
Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke

Der Reinerlös der Priestersammlung ist ausschließlich für Priester bzw. Priesterstudenten in den ärmsten Ländern der Welt bestimmt. Dadurch werden unter anderem der Neubau und Ausbau von Priesterseminaren und Noviziaten (was zum Beispiel in Afrika sehr dringlich ist wegen der steigenden Zahl an Berufungen); die Kosten für die Ausbildung der ca. 80.000 Seminaristen, die in den armen Diözesen leben und Lebensunterhalt und Unterkunft der Seminaristen während ihrer Ausbildung finanziert.

Das Geld wird nicht nach Rom überwiesen: Missio Österreich fördert mit den Spenden konkrete, geprüfte Projekte. Natürlich im Auftrag des Heiligen Stuhles, weil Rom den globalen Überblick hat und weiß, wo die Hilfe am notwendigsten ist.

Missio – Die Päpstliche Missionswerke – sind das Werkzeug des Papstes für die Priestersammlung am 6. Jänner. Missio führt die Sammlung im Auftrag des Papstes weltweit, in allen Kirchen und Pfarren, durch. Es handelt sich um eine „päpstliche Kollekte“ (wie beim Weltmissions-Sonntag), weil es um die ganze Weltkirche geht.

JA! Sie können eine Priesterpatenschaft übernehmen.
Uns liegen derzeit 900 dringende Anträge für die Finanzierung von Priesterstudenten vor. Mit einer Priesterpatenschaft sorgen Sie mit 50 Euro monatlich für vier Jahre für die Ausbildung eines konkreten Priesterstudenten. Priesterpatenschaften können durch eine Pfarre, eine Gruppe oder durch Einzelpersonen übernommen werden.

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Papst Franziskus

 „Wer zum priesterlichen Dienst berufen ist, ist nicht »Herr« über seine Berufung, sondern Verwalter eines Geschenks, das Gott ihm anvertraut hat zum Wohl des ganzen Volkes, ja sogar aller Menschen. Die ganze christliche Gemeinschaft ist Hüter des Schatzes dieser Berufungen, die zu ihrem Dienst bestimmt sind, und muss immer mehr die Aufgabe wahrnehmen, sie liebevoll zu fördern, anzunehmen und zu begleiten.““

Papst Franziskus