Zum Weltmissions-Sonntag wird jeweils ein "Land des Jahres" als Beispiel ausgewählt, um der Faszination der Weltkirche ein konkretes Gesicht zu geben. 2008 stand Kolumbien im Mittelpunkt.

Kolumbiens „El Dorado“ hat kein Karat

El Dorado, der Vergoldete, war eine mythische Gestalt der Muiskas, einem Volk in Kolumbien. El Dorado wurde zum Symbol für unermesslichen Reichtum. Spanische und deutsche Eroberer, Conquistatoren, suchten vergeblich diesen Ort und das Gold: Es wurde aber niemals entdeckt.

Der Reichtum Kolumbiens liegt aber in der hohen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. 15 Prozent der Pflanzenarten weltweit, 1.752 Vogelarten und 583 Amphibienarten wachsen und leben in Kolumbien. Diese Biodiversität gründet in der Vielfältigkeit der Landschaften (65 verschiedene Ökosysteme).

La Violencia

Geiseln. Farc. Betancourt. Drogen. Schlagworte aus den Medien, die uns wöchentlich über die Ereignisse in Kolumbien informieren. Sechzig Jahre dauert nun der bürgerkriegsähnliche Zustand - der von 1948-58 mit der „La Violencia“ begann, an. Er hat das Land in eine Spirale der Gewalt gerissen. Durch die bürgerkriegsähnlichen Zustände auf dem Land, wo Guerilla (FARC) und  Paramilitärs im Kampf stehen, müssen die Menschen in die Großstädte fliehen. Da die bewaffnete Gruppierungen für ihren Kampf Geld nötig haben, bedienen sie sich verschiedener Mitteln: Lösegeld durch Geiselnahme und florierenden Drogenhandel.

Laut der UNO-Flüchtlingshilfe sind in Kolumbien vier Millionen Menschen auf der Flucht. Die Hilfsprogramme von Kirchen und Regierung reichen nicht aus und so sind viele auf die Solidarität von Verwandten und Freunden angewiesen.

Die Kirche Kolumbiens hilft

Mehr als 90 Prozent der Menschen in Kolumbien sind katholisch getauft. Gemeinsam mit der Kirche vor Ort stehen Missionarinnen und Missionare auf der Seite der Hilflosen und Kinder. In Projekten und Initiativen versuchen sie Straßenkindern und Jugendlichen ein „neues“ Leben durch Wertschätzung und Ausbildung zu schenken. Von diesem selbstlosen und unverzichtbaren Einsatz haben im Oktober 2008 auch Margaretha Moises und Samira Sanmartin Arteaga, die Missio-Gäste aus Kolumbien, live in Österreich berichtet.

Die Weltkirche hilft dabei: Zum Weltmissions-Sonntag sammelt Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich für die 1100 ärmsten Diözesen der Welt - und somit auch für die Menschen in Kolumbien. Dank der Spenden aus Österreich können die Kinder Kolumbiens auf eine friedvolle Zukunft hoffen.

Weiterführende Informationen (PDF, 3 Seiten)

Kirche in den Slums

Die Kinder in Ararca sind arm. Die 25-jährige Pädagogin Samira bringt Freude in den tristen Alltag der Kinder. weiter

Länderheft: Kolumbien

Die Werkmappe informiert über die Menschen, zeigt Wege aus der Spirale der Gewalt und stellt die Kirche Kolumbiens vor. weiter

Multimedia-Materialien

Informationen zur Ton-Bild-Schau, Kinderfilm und Folien-Set zum Beispielland. 
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  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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