Pulsierende Städte, fantastische Landschaften, historische Bauten und Kunstgegenstände - China ist ein Land der Gegensätze. Das bevölkerungsreichste Land der Erde verändert sich dabei in atemberaubendem Tempo. Auf der Suche nach einer neuen Identität zwischen Turbokapitalismus und kommunistischer Staatsdoktrin besinnt es sich zunehmend auf seine reiche Geschichte und kulturelle Tradition.

Zur politischen Lage

Mit einer Fläche von 9,571 Millionen Quadratkilometern, 1.32 Milliarden Einwohnern und einem Wirtschaftswachstum von 11,4 Prozent (2007) ist China ein Land der Superlative. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die politische und kirchliche Situation in verschiedenen Teilen des Landes, vieles ist sogar widersprüchlich. Beschaffung von Information gestaltet sich gefährlich: weniger für den Journalisten, als für den Informanten. Das gilt vor allem in Bezug auf die Olympiade. Perfekt inszenierte fröhliche Spiele sollen Chinas Aufstieg zur friedlichen Weltmacht bezeugen: „Nestbeschmutzer“ unerwünscht.

Chinas Religionspolitik

Die Freiräume der Religionen sind stark eingeschränkt. Von den fünf derzeit staatlich  anerkannten Religionen (Buddhismus,Daoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus) fordert der Staat ideologische Unterordnung, insbesondere Anpassung an den Sozialismus und Patriotismus. Über Organisationen wie die „Patriotische Vereinigung“ (für die Katholiken) mischt sich der Staat in die Verwaltung der Diözesen und in die Bestellung von Ämtern ein. Allen Hauptamtlichen - vom Bischof bis zum Seminaristen - werden ideologische Schulungen aufgezwungen. Wer sich weigert, muss in den Untergrund.

Katholiken im Untergrund

Neben der offiziellen gibt es in China auch eine Untergrundkirche, die sich weigert, die staatlich ernannten Bischöfe anzuerkennen. 13 Millionen Katholiken (1 Prozent der Bevölkerung) werden von 1800 Priester der offiziellen und 1000 der inofiziellen Kirche betreut. Das Verhältnis zwischen ihnen ist kompliziert und variiert von Region zu Region: Mancherorts herrscht großes Misstrauen, zumeist ist man aber um Versöhnung bemüht. Zudem gibt es erste Annäherungen zwischen Vatikan und Peking. Viele staatlich ernannte Bischöfe wurden mittlerweile auch von Rom approbiert.

Missio hilft

Seit Jahrzehnten unterstützen die Päpstlichen Missionswerke in Österreich die Arbeit der Kirche in China, sowohl der offiziellen als auch der inoffiziellen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ausbildung: Über innerkirchliche Netzwerke hilft Missio Seminaristen, Ordensschwestern und Bischöfen in ihrer spirituellen und sozialen Arbeit. Oberste Priorität dabei ist, das Überleben der Kirche sicher zu stellen.

Matteo Ricci

Am 11. Mai 2010 feiert die Kirche weltweit den 400. Todestag des Jesuiten und China- Missionars Matteo Ricci.
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Für ein besseres Morgen!

Father Joseph leitet das so genannte „Kleine Seminar“ der Diözese Xingtai. Seine Schüler werden einmal die Zukunft Chinas mitprägen - „für ein besseres Morgen!" weiter

Kirchengeschichte

Die ersten Christen kamen bereits 635 nach China. 1245 erreichten französische und italienische Missionare China, der Jesuit Matteo Ricci drang schließlich 1601 bis nach Peking vor. weiter

  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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