Pater Karl Wallner
Pater Karl Wallner, Nationaldirektor von Missio Österreich

Weltmission fängt bei Ihnen und bei mir an. Hier und jetzt.

Nicht nur, indem wir für unsere Schwestern und Brüder spenden. Sondern es beginnt damit, dass wir innerlich froh sind, Christen zu sein. Und dass wir uns frei und fröhlich zu unserem Christsein bekennen.

Am Weltmissions-Sonntag feiern wir die Weltkirche. Lassen Sie sich zur Gestaltung dieses Festes von unseren Impuls- und Informationsmaterialien inspirieren. Begegnen Sie am 20. Oktober Millionen Katholiken im Gebet füreinander. Führen Sie mit Herzblut die Kollekte durch und unterstützen Sie unsere Jugendaktion. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

BAUSTEINE FÜR PFARRPUBLIKATIONEN

Kirche ist mehr als unsere Kirche im Ort oder die Bezirkskirche in Wien. Kirche ist eine weltweite Gemeinschaft von Christen. Im Oktober – im Monat der Weltmission – und ganz besonders am Weltmissions-Sonntag feiern wir die weltweite Kirchengemeinschaft.

Am Weltmissions-Sonntag feiern wir unseren Glauben mit der weltweiten Kirchengemeinschaft. Millionen Menschen sind an diesem Tag im Gebet miteinander verbunden. Der Weltmissions-Sonntag ist die älteste Kirchenkollekte der Welt und die größte Solidaritätsaktion unseres Planeten: direkt im Auftrag des Papstes sammeln an diesem Tag alle katholischen Pfarren weltweit für die ärmsten Diözesen und Länder.

Die Gründerin der Päpstlichen Missionswerke, Pauline Jaricot, hat betont, dass jeder – ob reich oder arm – den Ärmsten der Armen an diesem Tag helfen soll: mit dem persönlichen Gebet und mit einer Spende.

Ein junges, armes Land

In Uganda leben über 42 Millionen Menschen. Abgesehen von der Haupt- und Millionenstadt Kampala ist Uganda eher von kleineren Städten und Siedlungen geprägt – die wenigsten erreichen 100.000 Einwohner. Das Land ist kulturell enorm vielschichtig und zählt über 40 Volksgruppen mit eigener Sprache, Ritualen und Bräuchen, traditionellen Künsten und Musik. Die Ugander sind ein sehr junges Volk: Über 50% der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Im Durchschnitt hat jede Familie sieben Kinder.

Uganda zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Im Human Development Index (HDI) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) belegte das Land 2019 Platz 159 von 189 und gehört damit in die Kategorie „Länder mit niedrigem Entwicklungsstand“. Eine niedrige Wirtschaftswachstumsrate, ein hohes Bevölkerungswachstum und eine steigende Inflation verschärfen die Situation der Uganderinnen und Ugander noch weiter. Hinzu kommt, dass Uganda, infolge des anhaltenden Konflikts in Südsudan, einen unaufhörlichen Zustrom von Flüchtlingen erlebt. Kein anderes afrikanisches Land weist einen höheren Anteil von Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung auf.

Glaube und Religion

Vor etwa 150 Jahren brachten die Comboni-Missionare den christlichen Glauben in den Südsudan wie auch in den Norden von Uganda, wo sie zahlreiche Kirchen bauten und katholische Schulen gründeten. Das Christentum (derzeit ca. 85% der Bevölkerung) breitete sich rasch im ganzen Land aus. Die katholische Kirche (39 Prozent) bildet gemeinsam mit den Anglikanern (32 Prozent) eine religiöse Mehrheit in Uganda. Seit einigen Jahren nimmt auch der Einfluss evangelikaler Gruppen zu. Auch der Islam wächst in Uganda. Mittlerweile sind ca. 10 Prozent der Bevölkerung Muslime, wobei ein Großteil von ihnen im Nordwesten des Landes lebt, wo sich auch die meisten Flüchtlingscamps befinden.

Kindersoldaten

Während des Bürgerkrieges (1987 – 2007) terrorisierte die „Lord‘s Resistence Army“ (LRA) 20 Jahre lang die ugandische Bevölkerung. Joseph Kony kämpfte mit seiner LRA gegen die Regierung von Präsident Yoweri Museveni. Seine Mitglieder plünderten, mordeten und vergewaltigten wahllos die Menschen im Norden Ugandas. Sie entführten Kinder, um sie als Kindersoldaten und als Sex-Sklaven zu missbrauchen. Fast zwei Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land. 2008 konnte ein Waffenstillstand mit der LRA vereinbart werden. Mittlerweile konnten viele Flüchtlinge wieder in ihre Dörfer im Norden des Landes zurückkehren. Doch die Auswirkungen des Krieges vergiften bis heute das Leben Zehntausender Kinder und Jugendlicher, die in dieser Zeit als Kindersoldaten missbraucht wurden.

Uganda: Neubeginn für die Familien von Kindersoldaten

In Ugandas Bürgerkrieg wurden zehntausende Kinder und Jugendliche als Kindersoldaten missbraucht. Bis heute leiden sie und ihre Familien unter den Folgen des Terrors. Zahlreiche Familien wurden durch den Konflikt zerrissen und leben von der Hand in den Mund, denn es gibt kaum Arbeitsplätze. Sie brauchen das Notwendigste zum Leben.

Myanmar: Kampf gegen Menschenhandel

Um der Armut zu entfliehen, zieht es viele junge Menschen aus Myanmar ins benachbarte Thailand, wo sie leicht zu Opfern von Menschenhändlern werden. Katholische Ordensschwestern wollen junge Frauen vor diesem Schicksal bewahren. Durch die Ausbildung zur Schneiderin und den den Verkauf von selbstgenähten Taschen verdienen die Frauen ihr eigenes Geld und können so ihre Familien versorgen.

Die Missio-Sammlung am Weltmissions-Sonntag ermöglicht, dass die jungen Kirchen in den ärmsten Ländern der Welt leben und weiter wachsen können.

Neben der Grundversorgung werden pastorale und soziale Projekte finanziert, wie zum Beispiel der Bau von Kirchen, medizinischen Versorgungsstationen und Zentren für Benachteiligte, Bildungsinitiativen sowie die Ausbildung von Priesteramtskandidaten und Katechisten.

Jedes Gebet und jeder Euro, den Sie geben, dienen dazu, dass sich in einem Land des Südens Priester, Ordensschwestern und Laien für ihre Mitmenschen einsetzen können. Vor Ort bewegen unsere kirchlichen Partner viel. Durch Ihre Unterstützung sind Sie nahe bei den Menschen und helfen jenen, die es am meisten brauchen.

Vielen Dank für Ihr Engagement!
Der Weltmissions-Sonntag beginnt in:
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