Öffnet in einem neuen Tab

Nuntius López Quintana: „Mission ist keine Sache für Spezialisten“

Apostolischer Nuntius betont bei Treffen der Missio-Diözesandirektoren Auftrag aller Getauften.

Artikel teilen

.ba-sharesection, .ba-relatedsection, .ba-postdate {display:none !important;}

Mission sei nach den Worten des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro López Quintana, der Auftrag aller Getauften. „Mission ist keine Sache für Spezialisten“, betonte der Nuntius beim Treffen der österreichischen Missio-Diözesandirektoren.

Kirche werde dort missionarisch, wo Menschen ihren Glauben selbstverständlich leben und mit anderen teilen. Etwa in den Pfarren, in den Familien und mitten im Alltag. Mission könne daher nicht allein Aufgabe einzelner Beauftragter, Experten oder kirchlicher Organisationen sein, unterstrich López Quintana.

Den Päpstlichen Missionswerken komme dabei eine unterstützende Rolle im Dienst der Bischöfe und Pfarren zu. Über dem Sammeln von Spenden hinaus, sollen die Päpstlichen Missionswerke die Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden und ihren Glauben missionarisch zu leben.

Reden und Handeln gehören zusammen

Besonders hob der Apostolische Nuntius die Verbindung von Glaubenszeugnis und konkretem Handeln hervor. Mission zeige sich nicht nur im gesprochenen Wort, sondern ebenso im freiwilligen Engagement, in konkreter Hilfe für Menschen in Not und in gelebter Solidarität. Dafür brauche es nicht zuerst eine offizielle Beauftragung, sondern Christen, die aus ihrem Glauben heraus handeln.

Missio-Nationaldirektor DDr. Johannes Laichner sieht darin einen wichtigen Impuls für die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke und den bevorstehenden 100. Weltmissions-Sonntag: „Mission ist kein Zusatzprogramm der Kirche, sondern gehört zu ihrem Wesen. Sie beginnt dort, wo Christen ihren Glauben nicht delegieren, sondern selbst leben“, betont Laichner.

Die Päpstlichen Missionswerke wollen deshalb neben der Unterstützung von Hilfsprojekten in den ärmsten Ländern der Welt verstärkt das missionarische Bewusstsein in Österreich fördern und Menschen dazu ermutigen, ihren Glauben im eigenen Umfeld sichtbar und konkret zu leben.

Neue Präsidentin der Päpstlichen Missionswerke

Papst Leo XIV. hat am vergangenen Donnerstag die irische Ordensfrau Schwester Mary Teresa Barron zur beigeordneten Sekretärin des Dikasteriums für die Evangelisierung ernannt. Ab Jänner 2027 übernimmt sie auch als Präsidentin die Leitung der Päpstlichen Missionswerke. Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner hebt in seinen Gratulationsworten an Schwester Mary Teresa Barron hervor: „Dass künftig eine Ordensfrau an der Spitze der Päpstlichen Missionswerke steht, freut mich besonders. Frauen leisten seit Generationen einen unschätzbaren Beitrag zur Mission der Kirche, und es ist ein schönes Zeichen, wenn sie auch in der Leitung Verantwortung übernehmen.“ Dass die Ernennung gerade im Oktober, dem Weltmissions-Monat, erfolgt, ist für Laichner ein Zeichen der weltkirchlichen Verbundenheit: „Der Weltmissionssonntag am 18. Oktober erinnert uns daran, dass Mission vom Mitwirken vieler lebt, die den Glauben an Jesus Christus weitergeben und sich um Menschen in Not kümmern. Genau dieses weltweite Miteinander fördern die Päpstlichen Missionswerke“

Weitere Artikel