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Mit 90 Jahren noch immer für Jesus unterwegs

Missionarische Begegnung bei Missio Österreich

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Seit 64 Jahren ist Pater Floriano Strappazzon Missionar auf Madagaskar. Während seines Heimaturlaubs besuchte der Lazaristenpater kürzlich die Missio-Nationaldirektion in Wien.

Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner zeigte sich tief beeindruckt von einem Priester, der auch mit 90 Jahren noch voller Tatendrang ist und bald wieder zu seinen Menschen nach Madagaskar zurückkehren möchte.

Als im Juli 1969 die ganze Welt gebannt die erste Mondlandung verfolgte, war Pater Floriano Strappazzon auf Madagaskar unterwegs, um einer kranken Frau zu helfen. Zwei Stunden brauchte er damals, um einen Fluss zu überqueren. An Straßen war in diesem abgelegenen Gebiet kaum zu denken. Die Begebenheit hat er viele Jahre später einer italienischen Kirchenzeitung erzählt. Sie lässt erahnen, unter welchen Bedingungen der Missionar über Jahrzehnte seinen Dienst verrichtet hat.
 
Heute ist Pater Floriano 90 Jahre alt. Seit 1962 lebt und arbeitet er auf Madagaskar. Während eines Heimaturlaubs führte ihn sein Weg nun auch nach Wien, wo er das Ehepaar Enzo und Elisabeth Caruso besuchte. Die beiden haben einige Jahre mit ihm auf Madagaskar zusammengearbeitet und sind ihm bis heute freundschaftlich verbunden. Gemeinsam nahmen sie an der Missio-Mittagsmesse in der Kapelle „Licht aller Völker“ teil.
 
Das Missionsgebiet von Pater Floriano liegt in der Diözese Ihosy. Seine Missionsstation Iakora ist rund 160 Kilometer von der Bischofsstadt entfernt und nur schwer erreichbar. Zwölf Dörfer gehören zu seinem seelsorglichen Wirkungsbereich. Kleine Kirchen und Katecheten tragen dazu bei, dass der christliche Glaube auch in diesen entlegenen Gemeinden lebendig bleibt.
In den vielen Jahrzehnten seiner Missionstätigkeit hat Pater Floriano nicht nur das Evangelium verkündet, sondern auch ganz praktisch angepackt. Er half beim Bau von Schulen und Kirchen, setzte sich für eine bessere Infrastruktur ein und brachte gemeinsam mit vielen Helfern sogar den Bau einer Wasserkraftanlage auf den Weg.
Besonders am Herzen lag ihm die Verbesserung der Verkehrswege. Die von ihm mitinitiierte „Straße der Hoffnung“ führt über rund 80 Kilometer durch schwieriges Gelände. Straßen können hier über Leben und Tod entscheiden, wenn Kranke dringend medizinische Hilfe benötigen.

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