Auszeichnung für allewelt-Chefredakteur Christoph Lehermayr

ÖZV würdigt eindrucksvolle Mica-Reportage aus Madagaskar

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Große Anerkennung für allewelt-Chefredakteur Christoph Lehermayr: Der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV) zeichnete ihn am vergangenen Donnerstagabend für seine aufwendig recherchierte Reportage „Im Glitzern des Grauens“ in der Kategorie „Lifestyle, Gesundheit und soziale Verantwortung“ aus. Die Jury würdigte insbesondere „die eindrücklichen Bilder, die ehrlichen und einfühlsamen Gespräche mit den Männern und Frauen vor Ort und die empathische Schilderung der Gegebenheiten vor Ort“.

Die preisgekrönte Reportage „Im Glitzern des Grauens“ (online zum Nachlesen) führt in den Süden Madagaskars. Dort schürfen Männer, Frauen und Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen Mica – ein glitzerndes Mineral, das in Kosmetikprodukten, Lacken und elektronischen Geräten weltweit verwendet wird. Zugleich erzählt die Reportage von einem Priester, der den ausgebeuteten Menschen in den abgelegenen Minengebieten mit Bildung, medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und konkreter Hoffnung neue Perspektiven eröffnet.

„Dieser Preis bedeutet mir viel, weil er eine Form von Journalismus würdigt, die hinausgeht, statt nur einzuordnen. Die Recherche in Madagaskar war beschwerlich, aber notwendig: Dort wird sichtbar, was Ausbeutung und moderne Sklavenarbeit konkret bedeuten – und zugleich, welches Heldentum Menschen entwickeln, die unter solchen Bedingungen helfen, durchhalten und Hoffnung stiften“, sagt Christoph Lehermayr.

Für Lehermayr ist die Auszeichnung auch ein starkes Zeichen für die Bedeutung des katholischen Journalismus und der allewelt: „Katholischer Journalismus findet Wahrnehmung, wenn er die Themen ernst nimmt, die an die Würde des Menschen rühren“, sagt Christoph Lehermayr. „Besonders danke ich Simon Kupferschmied, dessen Fotos die Realität dieser Orte sichtbar machen, und Missio Österreich, das mit unserem allewelt-Magazin solche aufwändigen Recherchen erst ermöglicht. Diese Art von Journalismus braucht Vertrauen, Zeit und die Bereitschaft, Themen ernst zu nehmen, die nicht bequem sind.“

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