Von Tirol in die Weltkirche: Johannes Laichner übernimmt Leitung von Missio Österreich

Der Tiroler Pfarrer und Theologe übernimmt ab September die Leitung der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.

DD Pfarrer DDr. Johannes Laichner

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Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich erhalten einen neuen Nationaldirektor. Pfarrer DDr. Johannes Laichner übernimmt mit 1. September 2026 die Leitung von Missio Österreich. Der 44-jährige Tiroler wurde auf Vorschlag der Österreichischen Bischofskonferenz von der zuständigen vatikanischen Behörde für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt. Laichner folgt auf Pater Karl Wallner, der nach zehn Jahren an der Spitze von Missio Österreich in sein Heimatkloster Stift Heiligenkreuz zurückkehrt und dort neue Aufgaben übernimmt.

Der amtierende Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, Pater Karl Wallner, freut sich über seinen Nachfolger: „Pfarrer DDr. Johannes Laichner ist es gelungen, als junger dynamischer Diözesandirektor in seiner Tiroler Heimatdiözese großes Interesse für die Weltkirche zu wecken! Er hat in Kamerun vor Ort erlebt, wie die Kirche in Afrika tickt: Er kennt ihre innige frohe Gläubigkeit ebenso wie die vielfältigen Herausforderungen. Der Beginn seiner Amtszeit fällt zusammen mit der Seligsprechung von Erzbischof Fulton Sheen, der es als Nationaldirektor für die USA verstand, die Menschen über die Medien zu begeistern: sowohl für einen klaren katholischen Glauben als auch für eine großherzige, konkrete Nächstenliebe. Je mehr wir die Weltkirche bekannt machen und sie unterstützen, desto mehr werden wir hier gesegnet werden. Von meinem Vorgänger Weihbischof Florian Kuntner (+ 1994) stammt das Wort: „Weltmission ist die beste Therapie gegen unsere hiesige Kirchenfrustration.“ Ich freue mich über diese Personalentscheidung des Heiligen Stuhles sehr und wünsche meinem Nachfolger Gottes reichsten Segen!“

Von Tirol in die Weltkirche

Mit Johannes Laichner übernimmt ein Priester die Leitung von Missio Österreich, der Seelsorge, Wissenschaft und weltkirchliches Engagement miteinander verbindet. Geboren 1982 in Tirol, maturierte er am Stiftsgymnasium Stams und studierte anschließend an der Universität Innsbruck Katholische Fachtheologie sowie Klassische Archäologie. Nach ersten pastoralen Erfahrungen in mehreren Tiroler Pfarren wurde er 2007 zum Diakon geweiht und absolvierte einen Studienaufenthalt am Collegio Teutonico in Rom. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn zu zwei Promotionen: 2008 in Katholischer Theologie mit Schwerpunkt Sakramententheologie und 2011 in Klassischer Archäologie mit Fokus auf frühchristliche Archäologie. Am 29. Juni 2008 wurde er schließlich im Dom St. Jakob zu Innsbruck zum Priester geweiht.

Weltkirchliche Erfahrung bei Missio

Bereits seit Oktober 2019 ist Johannes Laichner als Missio-Diözesandirektor der Diözese Innsbruck tätig. In dieser Funktion lernte er die weltweite Arbeit der Päpstlichen Missionswerke aus nächster Nähe kennen und stand in engem Austausch mit Projektpartnern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mehrere Projektbesuche führten ihn in Länder des Globalen Südens, wo Missio Bildungs-, Sozial- und Pastoralprojekte unterstützt. Mit dem Wechsel an die Spitze von Missio Österreich wird er sein Amt als Diözesandirektor niederlegen. Neben seinem weltkirchlichen Engagement wirkte Laichner als Leiter des Seelsorgeraums Inntal und betreute als Pfarrer die Gemeinden Roppen, Mils bei Imst, Karres und Karrösten. Mit seinem Wechsel nach Wien wird er diese Aufgaben ebenfalls übergeben. Auch publizistisch setzte er Akzente: Anlässlich der Heiligsprechung des Tiroler Missionars und Märtyrers Engelbert Kolland veröffentlichte er das Buch „Den Esel also mache ich!“, das Leben und Wirken des Franziskaners nachzeichnet, der im 19. Jahrhundert als Missionar von Tirol nach Syrien ging und dort den Märtyrertod erlitt.

Wechsel an der Spitze von Missio Österreich

Die Päpstlichen Missionswerke unterstützen jährlich über 740 pastorale, medizinische, soziale und Bildungsprojekte in den ärmsten Regionen der Welt und fördern die weltweite Solidarität innerhalb der katholischen Weltkirche. Pater Karl Wallner scheidet nach zwei Amtsperioden laut internationalen Statuten der Päpstlichen Missionswerke mit insgesamt zehn Jahren als Nationaldirektor aus. Unter seiner Leitung entwickelte sich Missio Österreich zu einer der sichtbarsten katholischen Hilfs- und Missionsorganisationen des Landes und zu einer der zehn größten Spendenorganisationen Österreichs.

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