Papst in Kamerun: Große Hoffnung unter Missio-Projektpartnern

Hoffnung auf Friedensaufbruch durch Papstbesuch

Der Besuch von Papst Leo XIV. weckt große Hoffnung und Freude in Kamerun

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Papst Leos apostolischer Besuch in Kamerun (15.4. bis 18.4.) lässt Missio-Projektpartner auf Friedensdialog im Land hoffen. Große Erwartungen für die Kirche und das Land werden in den Papstbesuch gesetzt, besonders in der Nordwestregion, wo seit Jahren ein bewaffneter Konflikt tobt. Welche Bedeutung der Besuch von Papst Leo XIV. hat, erklärt die dort tätige Schwester Hedwig Vinyo gegenüber den Päpstlichen Missionswerken in Österreich.


„Während wir uns darauf vorbereiten, Papst Leo XIV. in Yaoundé, Douala und besonders in Bamenda zu empfangen, liegt eine tiefe Hoffnung in der Luft“, sagt Missio-Projektpartnerin Schwester Hedwig Vinyo. Schwester Hedwig kümmert sich in Kameruns Region Nordwest um Binnenvertriebene, die wegen des jahrelang anhaltenden, gewaltsamen Konflikts alles verloren haben.

Seit Wochen bereiten sich die Kirche und Staat auf den Besuch des Pontifex vor. Besonders die internationale Aufmerksamkeit, die Kamerun in den nächsten Tagen erleben wird, ist bedeutend für das Land, sagt Schwester Hedwig: „Er erinnert die Welt daran, dass Afrika mit seiner lebendigen und wachsenden katholischen Gemeinschaft im Herzen der Weltkirche steht. In einer Zeit erheblicher sozialer und politischer Spannungen zeigt seine Anwesenheit als „Botschafter des Friedens“, dass wir nicht vergessen sind.“

Anhaltende Krisen

Seit Jahren spitzt sich der Konflikt zwischen der französischsprachigen Mehrheit und der englischsprachigen Minderheit im westafrikanischen Land zu. Über 6.000 Todesopfer forderten die Gewaltausbrüche in den vergangenen zehn Jahren bereits. Hundertausende Menschen wurden vertrieben, Schulen, Ausbildungsstätten und Teile der Infrastruktur sind zerstört. Die Kirche vor Ort ruft vehement zum Frieden auf. Der Papstbesuch könnte ein Anstoß für die Friedensaufarbeitung sein. Gemeinsam mit ihrer Schwesterngemeinschaft, den „Tertiarschwestern des Heiligen Franziskus“ hilft Schwester Hedwig den Binnenvertriebenen, die wegen der Gewaltausbrüche in Kamerun alles verloren haben. Durch landwirtschaftliche Förderung der Vertriebenen begleitet sie Schwester Hedwig zurück in die Selbstständigkeit. Die Arbeit von Schwester Hedwig kann mit einer Schutzengel-Patenschaft unterstützt werden.

Hoffnung auf Versöhnung und Frieden

Wie Missio-Projektpartnerin Schwester Hedwig hoffen viele gläubige Katholikinnen und Katholiken, aber auch der Kirche Fernstehende auf eine nachhaltige Verbesserung, Aufarbeitung und den Beginn eines Friedensprozesses. „Meine tiefste Hoffnung ist, dass seine Botschaft der Versöhnung unsere Herzen berührt, besonders hier in der Nordwestregion. Ich habe fast ein Jahrzehnt des Konflikts erlebt. Ich bete, dass das Friedenstreffen in Bamenda ein Anstoß für echten Dialog und Gerechtigkeit wird und uns hilft, auf eine Zukunft hinzugehen, in der „Frieden und Gerechtigkeit“ nicht nur Worte bleiben, sondern für alle Menschen gelebte Wirklichkeit werden.“, sagt Schwester Hedwig. In Bamenda ist am 16. April ein Friedenstreffen in der Kathedrale geplant. Im Anschluss soll Papst Leo XIV. am Nachmittag eine öffentliche Heilige Messe am Flughafen feiern.

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