Libanon: Missio-Partnerin warnt vor wachsender humanitärer Not

Anhaltende Notlage im Libanon

Artikel teilen

.ba-sharesection, .ba-relatedsection, .ba-postdate {display:none !important;}

Missio-Projektpartnerin Schwester Annie Demerjian warnt angesichts steigender Flüchtlingszahlen und begrenzter Hilfskapazitäten vor einer langwierigen humanitären Katastrophe im Libanon. Unterkünfte können die große Zahl an Vertriebenen kaum noch bewältigen. Es fehlt an Nahrung, wichtigen Medikamenten und vor allem Kinder leiden massiv unter den psychologischen Auswirkungen des Krieges.

Beirut: Alltägliche Grundbedürfnisse wie Hygieneartikel, Windeln, Babynahrung und lebensnotwendige Medikamente werden knapp, berichtet Schwester Annie Demerjian gegenüber den Päpstlichen Missionswerken in Österreich. „Wir schaffen es kaum noch, den flüchtenden Familien ein Mindestmaß an Würde zu ermöglichen. Schlafplätze haben wir fast keine mehr“, schlägt Schwester Annie Alarm. Schulen und Kirchen, die bisher als Unterkünfte dienten, stoßen aufgrund der anhaltenden Bombenangriffe in den Dörfern zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. „Einige Familien versuchen, Wohnungen zu mieten, aber die Kosten sind unglaublich hoch. Das kann sich kaum jemand leisten“, so Schwester Annie.

Psychische Belastungen bei Kindern

Besonders gravierend zeigt sich die Not bei Kindern. „Die psychische Belastung der Kinder ist enorm. Es besteht ein wachsender Bedarf an psychologischer Unterstützung für die Kleinsten. Wir versuchen alles, um den Kindern sichere Orte zu ermöglichen und kleine Aktivitäten anzubieten, die ihnen Ruhe und Geborgenheit schenken“, erzählt Schwester Annie. Sie und ihr Team sind weiterhin bei den Familien und besonders bei den Kindern präsent, um auf die Not und die sich ständig verändernden Bedürfnisse zu reagieren. „Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Vertreibung machen es zunehmend schwieriger, alle Menschen zu erreichen. Jeder Tag bringt neue Familien, neue Bedürfnisse und leider auch neue Lücken in dem, was wir leisten können“, sagt Schwester Annie.

Bitte vergessen Sie den Libanon nicht

Schwester Annie Demerjian bittet weiterhin um Unterstützung für die notleidenden Familien im Libanon. „Ihre Unterstützung ermöglicht es uns nicht nur zu helfen, sondern auch für die Familien präsent, beständig und verlässlich zu bleiben, die bereits so viel durchmachen mussten.“

Weitere Artikel