Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich bitten um Spenden für das wiederaufgebaute Krankenhaus „Rex Universorum“ in Mmiata-Anam in Nigeria. Missio Österreich hat nach der Überflutung des Krankenhauses vor vier Jahren beim Wiederaufbau geholfen und bittet nun um Spenden für Medikamente und die medizinische Versorgung für die Ärmsten der Armen.
Schwester Maria Sapientiae bittet die Päpstlichen Missionswerke in Österreich um Unterstützung für die Behandlungskosten von notleidenden Menschen in Nigeria, die sich medizinische Behandlungskosten nicht selbst leisten können. Die ausgebildete Ärztin und Ordensfrau betreibt gemeinsam mit ihrer Ordensgemeinschaft das Krankenhaus „Rex Universorum“. Gerade für die Ärmsten in der Region Anambra sind Behandlungskosten nicht leistbar. Fehlende oder nicht erschwingliche Krankenversicherungen erschweren die Situation zusätzlich. „Die Hilfe ist da. Doch für viele Menschen bleibt sie unerreichbar. Denn ohne Geld für eine Behandlung können Kranke nicht aufgenommen werden. Ohne Krankenversicherung bleiben selbst lebensrettende Therapien außer Reichweite“, sagt Missio Nationaldirektor Pater Karl Wallner. Mit dem neugebauten Krankenhaus im Südosten von Nigeria soll unter anderem die Sterblichkeit von Müttern und Kinder deutlich sinken. Bislang kam es immer wieder zu medizinischen Komplikationen bei Geburten und anderen Notfällen, da die Region medizinisch schwach versorgt ist.
Das Krankenhaus auf Stelzen
Das besondere an dem Krankenhaus ist, dass es auf Stelzen auf einer Insel zwischen zwei Flüssen in Mmiata-Anam steht. „Manchmal steigt das Wasser enorm, wegen baufälliger Dämme, aber auch aufgrund klimatischer Veränderungen. Man kann sich kaum darauf vorbereiten. Damit haben wir sehr gekämpft. Auch weil das Krankenhaus jedes Mal bei Hochwasser einzustürzen drohte“, erklärt Missio-Projektpartnerin Schwester Maria Sapientiae. Im Jahr 2022 war der Wasserpegel schließlich so hoch, dass das Krankenhaus völlig zerstört wurde. Um den regelmäßigen Fluten Herr zu werden, wurde der Neubau des Krankenhauses „Rex Universorum“ auf Stelzen gebaut – dank der Unterstützung von Missio Spenderinnen und Spendern.
Ärztin und Ordensfrau
Schwester Maria Sapientiae ist studierte Philosphin und Gastroenterologin. Ihre Gemeinschaft „Schwestern vom Unbefleckten Herzen Mariens“ versorgt Kranke gerade in ländlichen Gegenden oder kleineren Städten, wo es keine gesundheitliche Versorgung gibt. In ihrer Gemeinschaft gibt es 22 weitere Ärztinnen. Die Ordensfrauen versorgen Notleidende aller Konfessionen. Aktuell leben in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, 100 Millionen Christinnen und Christen, darunter rund 35 Millionen Katholikinnen und Katholiken unter erschwerten Bedingungen. Wegen ihres Glaubens sind die christlichen Gemeinschaften oft gezielter Gewalt, Vertreibung und Diskriminierung ausgesetzt. Entführungen aus kirchlichen Schulen, Gesundheitseinrichtungen stehen an der Tagesordnung. Dennoch bleiben die Christinnen und Christen, Priester und Ordensleute mutig in Nigeria und versorgen weiterhin Arme und Kranke.










