Projekt Beschreibung

Haiti Integration

Reintegration von Kindern und Jugendlichen auf Haiti

Unser langjähriger Projektpartner Père Snell Nord wurde vor etwas mehr wie einem Jahr in die Pfarrei Petit-Bourg du Borgne in einer sehr abgelegenen Region auf Haiti versetzt. Trotz der großen Entfernung, kommt sein Bischof mehrere Male im Jahr in die Pfarren, um seine Priester zu ermutigen.

Oft muss Pater Snell 4-5 Stunden zu Fuß laufen, um die weit entfernten Filialkirchen zu erreichen, was nicht nur anstrengend, sondern auch teilweise gefährlich ist. In dieser Region haben sich durch die großen politischen Spannungen in Haiti bewaffnete Gruppen gebildet, die vor allem vor den letzten Wahlen wieder aktiver wurden. Diese Gruppen schrecken auch nicht davor zurück, Kinder anzuwerben.

Obwohl Père Snell nach seiner Versetzung schon große Schritte in Richtung Dialog bewirken konnte, nachdem er die einzelnen Leiter der bewaffneten Gruppen besuchte und zum Dialog in seine Pfarrei einlud, bemerkte er recht schnell, dass die Kinder, die in diesen Gruppen tätig waren eine ganz besondere Betreuung brauchen. Viele haben nicht nur selbst Traumata erlebt sondern auch bereits selbst Menschen verletzt und bedroht.

Nachdem er auch hier ein Vertrauen aufbauen konnte, haben viele der Kinder ihren Wunsch geäußert, wieder zurück in die Schule, die sie abgebrochen hatten, zu gehen. Der Weg dahin muss jedoch in Schritten passieren.

Unter der Obhut von Père Snell Nord passiert:

  • Traumarbeit und Dialog mit den Mädchen und Burschen, die bereits Waffen eingesetzt haben
  • Vorbereitung und Ausstattung mit Schulmaterialien, Übernahme der Schulgebühren
  • Besondere Betreuung von betroffenen Mädchen, die vergewaltigt wurden
  • Weiterer Dialog und Weiterbildung in gewaltfreier Kommunikation
  • Aufklärung der Hygiene im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona Virus auf Haiti