Unsere Wiener Missionare

Eine Besonderheit ist heuer unsere Postkartenaktion

Ausschließlich in der Erzdiözese Wien

Sie können kostenlos beliebig viele Postkarten für die Missionarinnen und Missionare bestellen und am Weltmissions-Sonntag in der Pfarre verteilen!

Auf der Postkarte finden Sie den Namen der jeweiligen Missionarin/des jeweiligen Missionars und unsere Adresse. Wir leiten sie dann direkt in die jeweiligen Einsatzgebiete weiter (die wir laut DSGVO nicht veröffentlichen dürfen).

Drücken wir so die direkte Verbundenheit mit der Weltkirche aus!

Mag. Michaela Starosciak – Missio-Referentin Erzdiözese Wien

Bitte rufen Sie mich an/schreiben Sie mir unter

wien@missio.at
+43 (1) 5137722 28

Wir stellen Ihnen nun einige unserer Missionare vor

P. Georg Ziselsberger SVD

Pater Georg Ziselsberger SVD

Steyler Missionar auf den Philippinen seit 1983.

Bis 1987 Pfarrpastoral in den Pfarren Loreto und Tubajon auf der Insel Dinagat im Süden der Philippinen.

Danach Lizenziatsstudium in Missionstheologie mit Schwerpunkt  Spiritualität des Christlich-Muslimischen Dialogs auf den Philippinen; anschließend Mitarbeit in eben dieser Dialogpastoral.

Landesweite Pastoral in den Bereichen Schöpfungsspiritualität und ökologische Ethik. Arbeit im Bereich der christlichen Schöpfungsverantwortung und der Etablierung einer Schöpfungzeit im Kirchenjahr.

Lehrtätigkeit an der Ateneo de Manila University in den Bereichen Katholische Soziallehre, Befreiungstheologie, ökologischer Schöpfungstheologie und Schöpfungsspiritualität. Neben der akademischen Lehrtätigkeit auch Studentenseelsorge.

Unterstützungsarbeit mit den indigenen Gruppen der Blaan, Tboli, Ubo (auf der Insel Mindanao), Batak, Pala’wan, Tagbanwa (auf der Insel Palawan), Tinggian (in der Provinz Abra) und Aetas (auf der Insel Luzon) hinzielend auf eine eigene neue Wertschätzung ihrer jeweiligen  kulturellen Indigenität. Darauf aufbauende christliche In- und Interkulturationsarbeit mittels unserer gemeinsamen Sorge um Gottes Gartenplanet Erde.

Sr. Bernadette Thérèse

Sr. Bernadette Thérèse

Schwestern von Maria Stella Matutina

Ich heiße Sr. Bernadette Thérèse, bin seit 17 Jahren in einer kontemplativen Ordensgemeinschaft, die mittlerweile schon auf allen Kontinenten vertreten ist und seit 10 Jahren bin ich in unserer Mission in Brasilien tätig.

Ich weiß nicht, ob ein großes Interesse für die Mission, das mich schon seit meiner Kindheit geprägt hat, für meinen Missionseinsatz vorherbestimmend war, aber auf jeden Fall hat mich in unserer Gemeinschaft ganz besonders angezogen, dass wir nicht fix an einem Ort bleiben, sondern alle paar Jahre an einen neuen Einsatzort geschickt werden, überall unser kontemplatives Leben führend, aber mit der Offenheit für alle Realitäten, die uns umgeben.

Mit Brasilien war es für mich ‚Liebe auf den ersten Blick‘ und als Europäerin kann ich sagen, dass man in einem ärmeren Land, anstatt den Leuten etwas zu ‚bringen‘, vielmehr von ihnen empfängt und lernt. Wieviel Lebensfreude übermitteln uns doch gerade diejenigen, die kaum das Nötigste für den kommenden Tag haben und wieviel Dankbarkeit für ein Gespräch mit ihnen! Sehr stark hat mir auch der so einfache Glauben der Brasilianer geholfen, und oft hatte ich den Eindruck, dass selbst die Leute, die nicht in die Kirche gehen, einen stärkeren Glauben haben als ich!

Unser Leben ist – von der monastischen Tradition geprägt – ein Leben des Gebets, des Studiums und der Arbeit, und wir versuchen, für alle, die an unsere Tür klopfen, da zu sein und unseren Nachbarn aus der Favela zu helfen, mit dem, was wir haben. Voller Freude werden wir auch von den Kindern erwartet, wenn wir einmal in der Woche in unserem Armenviertel mit ihnen den Rosenkranz beten.

Da wir erst seit 3 Jahren unser Kloster in der Erzdiözese Aracaju im Nordosten Brasiliens aufbauen sind wir ständig neu vor die Herausforderung gestellt, in einem Land, das von Wirtschaftskrise, politischer Unstabilität, Korruption und Armut geprägt ist, das erste kontemplative Kloster der Diözese aufzubauen, aber mit Gottes Hilfe ist alles möglich!

Vielen Dank für die Unterstützung die wir von vielen treuen Spendern von Missio Austria erhielten und für die Gebetsunterstützung, die wir auch ganz stark brauchen!

Gottes reichen Segen sr Bernadette Thérèse Reidlinger

Sr. Bernadette Thérèse
Sr Angela, Maria Müllebner

Sr Angela, Maria Müllebner

SSpS Holy Spirit Convent

Ich bin Sr. Angela, Maria Müllebner, eine Steyler Missionsschwester, gebürtig aus Obersdorf in der Erzdiözese Wien.

1963 habe ich in Stockerau die erste Profess gemacht, und bin Mitte 1968 nach Australien gekommen, um meine Lehrerinnen-Ausbildung zu machen. Seit 1972 habe ich in katholischen Volksschulen unterrichtet, und habe seit Ende der 70ziger Jahre in der Pfarrseelsorge und Erwachsenbildung gearbeitet.

Seit 2014 bin ich im Ruhestand and lebe in einem Schwestern-Altenheim in Brisbane. Ich bin inzwischen 85 Jahre alt und freue mich über jeden neuen Tag, den der Herr mir schenkt.

Sie und alle die MISSIO unterstützen, grüße ich herzlich,

Ihre Sr. Angela Müllebner SSpS

Sr. Heline

Sr. Heline Senft

SSpS Holy Spirit Convent

50 Jahre ist es nun her, dass ich nach Australien aufgebrochen bin, um meine Ausbildung zur Lehrerin abzuschließen und mich auf PNG vorzubereiten. Oh, das ist ein kleines Jubiläum für mich. Ich lebe nach wie vor sehr gerne hier und freue mich über jeden neuen Tag.

In Malala habe ich mich einige Jahre lang um die Ausbildung der Schülerinnen gekümmert. Leider gibt es nicht genug Ausbildungsplätze für alle Kinder und so werden oft talentierte Schüler und Schülerinnen nicht in die staatlichen Schulen aufgenommen, weil einfach die nötigen Kapazitäten dafür fehlen. Wenn das Schulsystem die Kinder abgelehnt hatte, haben manche andere Schulen gesucht, um ihre Ausbildung abzuschließen. Wem das gelang, der konnte mit guten Noten eine Ausbildung zur Krankenschwester, Lehrerin oder Sekretärin beginnen. Auf diese Weise konnte ich vielen talentierten Schülerinnen helfen, ihre Ausbildung bis zur 10. Klasse abzuschließen und eine Berufsperspektive zu erhalten.

Es war eine Freude, mit den Mädchen zu arbeiten, denn sie waren interessiert und wollten etwas aus ihrem Leben machen. Einige gingen sogar auf die Universität und studierten.

Meine Zeit in Timbunke war ebenso gesegnet.

Neben dem Unterrichten einer kleinen Gruppe von Schülern konnte ich auch noch pastorale Dienste in der Pfarre leisten. Da habe ich mich besonders um die Kommunionspender in unserem Gemeindegebiet gekümmert. An den Sonntagen habe ich sie und die Gemeinden besucht, manche davon waren sehr weit entfernt von unserer Pfarre. Auf meinem Weg von Dorf zu Dorf kam ich mit vielen Männern, Frauen und Kindern ins Gespräch und so gab es oft zufällige Begegnungen, für die ich sehr dankbar bin.

Eines Tages begegnete mir ein Nuku-Mann und fragte mich, ob ich den Frauen seines Dorfes das Nähen beibringen könnte. Das habe ich sehr gerne gemacht. Wir begannen mit einfachem Nähen mit der Hand und konnten schließlich auch das Nähen mit der Nähmaschine erlernen. Mit Unterstützung aus Österreich konnten wir einige Nähmaschinen anschaffen. Beim Nähen gab es Zeit für Gebet und Gesang, passend zu den Jahreszeiten und Festen.

Jetzt bin ich 80 Jahre alt und sozusagen „im Ausgedinge“ – wie man so schön sagt, aber die Arbeit mit Müttern hält mich fit. Sonntags fahre ich mit einem Priester zu den Außenstationen unserer Pfarre. Ich habe immer Gebetbücher bei mir, die ich den Gemeinden bringe, da diese Dinge schwer zu bekommen sind. Gerne unterstütze ich den Wortgottesdienstleiter beim gemeinsamen Wortgottesdienst.

Derzeit biete ich Frauen, die bisher nicht die Möglichkeit hatten, die Schule zu besuchen, einen Kurs an. Das ist viel schwieriger, als kleine Kinder zu unterrichten. Wer sein Leben lang daran gewöhnt ist, mit der Harke das Feld zu bestellen, hat klarerweise Schwierigkeiten im feinmotorischen Schreiben mit einem Bleistift. Auch sind manche Mütter durch jahrelange schwere Arbeit und ihre Aufgaben in der Familie erst einmal überfordert damit. Wir sind nun in der Hälfte des Kurses und manche können noch nicht ausreichend schreiben oder lesen, andere Frauen lesen dafür bereits die Tageszeitung in ihrer Landessprache mit Leichtigkeit. Auch wenn ich nun schon 80 Jahre alt bin, muss ich doch noch täglich lernen Geduld zu haben.

Missionare der Erzdiözese Wien