Die Nationaldirektion

Die Päpstlichen Missionswerke bestehen in Österreich seit 1922. Die Nationaldirektion hat ihren Sitz in Wien und eine Vertretung in jeder der neun Diözesen. Der jeweilige Diözesandirektor wird vom Ortsbischof ernannt.

In Österreich ist Missio als nationale Organisation der Päpstlichen Missionswerke eine Körperschaft öffentlichen Rechts.

Seit 1. September 2016 leitet Prof. P. Dr. Karl Wallner OCist das katholische Hilfswerk in Österreich und bringt dabei seine reiche Erfahrung als Hochschulrektor, Fundraiser, beliebter Redner und Popmönch ein. 



Pater Karl Wallner ist der neue „Missio“- Nationaldirektor


„Sub auspiciis praesidentis“ hat er 1992  an der Uni Wien promoviert. Heute ist der bekannte Heiligenkreuzer Zisterzienserpater Rektor der Hochschule Heiligenkreuz, die längst vor Studenten aus allen Nähten platzt. Eine Priester-Laufbahn war Pater Karl jedoch keineswegs in die Wiege gelegt.


Konrad Lorenz war sein Idol

Als Jugendlicher sei er „normal gläubig“ gewesen, meint P. Karl Wallner rückblickend: „Meine Eltern gaben mir eine gute Basis, aber jegliche Gedanken an das Priestertum waren mir fern. Zwar habe ich ministriert, doch als mich der Pfarrer auf eine mögliche Priesterberufung angesprochen hat, geriet ich in Panik.“ Auffälliger waren seine schulischen Leistungen: Jahr für Jahr war er Schulbester. Daneben galt der Verhaltensforschung sein ganzes Interesse. Er züchtete Nymphensittiche und Zwergpapageien, verschlang die Bücher des österreichischen Naturforschers Otto König, das zoologische Nachschlagwerk „Brehms Tierleben“ und ganz besonders alle Werke seines Idols Konrad Lorenz.

Insgeheim hoffte er, wie Lorenz den Nobelpreis zu erhalten. „Ich war etwas spleenig, meine Grund- einstellung war grün-alternativ.“ So hetzte Josef Wallner, wie Pater Karl mit bürger- lichem Namen heißt, seine Verwandtschaft gegen das AKW Zwentendorf auf. „Die Natur war meine Göttin.“

Es begann „mit einem mulmigen Gefühl“

An Gott hat P. Karl immer  geglaubt – „doch als ich 15 war, hatte er für mich keine Relevanz.“ Seine Einstellung zur Kirche war kritisch. Das bekam der Religionslehrer zu spüren: „Permanent stritt ich mit ihm. Der Zölibat und die Sexualmoral der Kirche waren für mich untragbar.“ 1980 nahm er an einer Jugendgruppe der Legio Mariae teil. „Ich bin vor allem wegen der Mädchen hin.“ Als er den Priester dort – wie seinen Religionslehrer – vor allen fertig machen wollte, sagte dieser nur: „Das ist mein Glaube. Dafür stehe ich. Das steht nicht zur Diskussion.“ Das hat gesessen!

„Ich war getroffen. Diesmal konnte ich nicht wie der obergscheite Klassenbeste reüssieren, sondern bin vor Publikum abgeblitzt. Gleichzeitig war ich beeindruckt: Erstmals bin ich auf eine echte Überzeugung gestoßen. Der Priester war übrigens ein grundgütiger Mensch.“ Der junge Karl Wallner begann zu beten. Zwei Jahre später vernahm er im Gebet den Ruf zum Priestertum: „Ich habe sofort eingewilligt – mit einem mulmigen Gefühl.“

Die Jugendseelsorge

Heute liegt P. Karl die Jugend besonders am Herzen: „Die Jugendlichen können bei unserer Jugendvigil im Stift eine lebendige Kirche erleben. Das ist entscheidend. Sonst trocknet die Kirche aus. Kürzlich wurde ich in einem Interview gefragt, warum wir so punkten – sind wir denn nicht sehr ‚konservativ‘? Konservativ und progressiv sind Unterscheidungen aus den 1960er Jahren. Für die heutige Jugend ist das überhaupt nicht relevant. Entscheidend ist eine Brücke zwischen der Lebenswelt der Jugendlichen und dem Glauben."

"Darüber hinaus braucht es eine erfahrungshafte Mystik und eine Heraus-forderung. Deshalb ist der Islam für viele Jugendliche attraktiv: Dort muss man fasten und fünf Mal am Tag beten. Wir Christen müssen der Jugend sagen, wofür wir stehen. Wir sind doch keine Wischi-Waschi-Religion. Wollte Jesus eine totale Zeitgeistanpassung? Also, ich finde im Evangelium viel Provokantes!  Wir dürfen aber nicht nur Herausforderungen präsentieren, sondern müssen jungen Menschen auch sagen, was man vom Glauben an Christus profitiert!"

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