Die Geschichte

Das Päpstliche Werk für die Glaubensverbreitung wurde von einer jungen Frau aus Lyon gegründet, Pauline Marie Jaricot, die 1816, im Alter von 17 Jahren auf ihr wohlbehütetes Leben verzichtete und mit anderen jungen Frauen, die in der Fabrik ihres Vaters beschäftigt waren, einen geistlichen Verein gründete.

Dieser Verein engagierte sich bereits zwei Jahre später für das Gebet, für die Mission und die missionarische Animation. „Zur Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Evangeliums“ zahlen die Mitglieder eine wöchentliche Spende.

Heute ist das Werk weltweit in 120 Ländern auf allen Kontinenten vertreten. Der wichtigste Beitrag des Werkes zur Kirche besteht darin, dass die Gründerin mit ihren prophetischen und charismatischen Talenten die Mission in den Mittelpunkt der Kirche und ihres eigenen Lebens stellte und damit die Kirche von den „christlichen Mächten“ befreite, die über vier Jahrhunderte lang die Mittel für die Evangelisierung zur Verfügung stellten, indem sie den Wert des Gebetes und die Pflicht aller Christen, auch der Ärmsten, zur Teilhabe an der Mission hervorhob.

Die Bedeutung dieses Werkes ist auch in der heutigen Kirche so groß, dass man sagen könnte, dass ohne ihr Gebet für die Mission, die Opfer und die finanziellen Beiträge der Mitglieder oder die Einzahlungen von Katholiken aus aller Welt in den Solidaritätsfonds, das Engagement für die Evangelisierung als „plantatio Ecclesiae“ und deren materielle Entwicklung nur sehr begrenzt wäre.

Das Päpstliche Werk der Heiligen Kindheit oder Kindermissionswerk fokussiert die eigene Tätigkeit hauptsächlich auf die Rolle der „Kleinen“ bei der Verkündigung des Reichs Gottes. Die große missionarische Bewegung, die sich im 19. Jahrhundert von Frankreich auf ganz Europa ausweitete, konnte die Bedürfnisse der Kinder, dem zerbrechlichsten und schwächsten Teil der Menschheit, nicht außer Acht lassen.

Bischof Charles August Marie de Forbin-Janson von Nancy wollte eingedenk der Grausamkeiten, die vor allem die heidnische Welt jener Zeit an Kindern verübte, die Anbetung des Kinde Jesu auch auf missionarische Anliegen ausdehnen. So entstand am 19. Mai 1843 offiziell das Werk der Heiligen Kindheit, das von den Personen und Einrichtungen, die sich um die Erziehung der Kinder kümmerten, allgemein begrüßt wurde und sich rasch in Europa und Nordamerika ausdehnte: heute hat das Werk Niederlassungen in 110 Ländern in aller Welt.

Hauptziel des Werkes ist die Unterstützung der Erzieher bei der Entwicklung eines Missionsbewusstseins unter den Kindern und deren Hinführung zur geistigen Gemeinschaft mit ihren Altersgenossen und zur materiellen Unterstützung der Kinder in anderen Kirchen.

Das Päpstliche Apostel-Petrus-Werk wurde 1889 in Caen (Frankreich) von der jungen Jeanne Bigard und deren Mutter Stephanie gegründet. Hauptziel des Werkes ist die Gründung sowie die geistige und wirtschaftliche Unterstützung von Priesterseminaren und religiösen Bildungsinstitutionen in den Missionsländern.

Die finanziellen Mittel des Werkes kommen auch aus dem Solidaritätsfonds, der somit die Planung und Verwaltung solcher Bildungseinrichtungen ermöglicht.

Die Päpstliche Missionsunion, die ursprünglich Päpstliche Missionsunion für den Klerus hieß, bemüht sich insbesondere um die Evangelisierung der Welt durch das direkte Engagement derjenigen, die, wie die Apostel, dazu von Christus beauftragt wurden. Die Union wurde vom seligen Pater Paolo Manna gegründet, der infolge einer Krankheit die eigenen missionarische Tätigkeit in Birma aufgeben musste, und sich deshalb vor allem durch die Presse der Verbreitung des Gedankens widmete, dass die Mission die Pflicht aller Christen und insbesondere der gottgeweihten Personen ist.

Ziel der Union ist „die Sensibilisierung und Missions-Ausbildung von Priestern, Ordensmännern und -frauen, die sich ihrerseits der Ausbildung in den christlichen Gemeinden widmen“ und die Förderung von Missionsberufen. Papst Paul VI. bezeichnete dieses Werk zu Recht als „Seele der anderen Päpstlichen Missionswerke.“

  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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