Nigeria: Über 300 Kinder aus katholischer Schule entführt – Missio Österreich besorgt um Religionsfreiheit
Über 300 Kinder und Jugendliche sind gestern im Nordwesten Nigerias aus der katholischen St. Mary’s School von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Missio Österreich zeigt sich tief besorgt über die Schreckenstat und die Lage der Religionsfreiheit für Christinnen und Christen in Afrika.
„Es ist tragisch, dass seit Jahren Christen in Nigeria von bewaffneten Gruppen verfolgt, entführt und bedrängt werden. Die Entführung der über 300 Kinder aus der katholischen Schule im Nordwesten Nigerias ist eine ernste Situation, die wir im Westen nicht ignorieren dürfen“, sagt Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner.
Erst vor wenigen Tagen kam es in Nigeria zu einer weiteren Massenentführung. Bei dem gestrigen Angriff wurden neben den Kindern auch zwölf Lehrkräfte verschleppt, nachdem die bewaffnete Gruppe die Schule gestürmt hatte.
„Die Religionsfreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht, das uns alle angeht. Christenverfolgung in Afrika führt zur Destabilisierung einzelner Regionen. Wir müssen alles daransetzen, Religionsfreiheit insbesondere in Nigeria zu stärken. Ich hoffe und bete, dass die Kinder und ihre Lehrer rasch freikommen“, so Pater Karl Wallner.