Krise im Südsudan

Apiu Kau ist zwei Jahre alt, er hat Hunger. In einem Gesundheitszentrum im Norden des Südsudan messen Hilfskräfte den Umfang seiner Oberarme – der rote Bereich des Messbands zeigt, dass Apiu Kau unter akuter Unterernährung leidet. Im Südsudan haben sieben Millionen Menschen nicht genug zu essen, eine Million Kinder sind in einer ähnlichen Situation wie Apiu Kau. Gründe für die Hungerkrise im Land gibt es viele, vor allem immer wieder aufflammende Konflikte, die Vertreibung von Menschen aus den umkämpften Gebieten und die unzureichende Produktion von Nahrungsmitteln. Die lokale Getreideproduktion soll 2019 nur 52 Prozent des Getreidebedarfs des Landes decken.

Die bürgerkriegsähnliche Situation im Land macht es für Hilfsorganisationen unmöglich, Familien beim nachhaltigen Anbau oder bei der Viehzucht zu unterstützen. Durch neue Dürren könnten heuer zwischen Mai und Juli einige Hunderttausend Menschen vom Tod bedroht sein. Um das zu verhindern, braucht es beständigen Frieden im Land und weitere finanzielle Unterstützung, um den Menschen in akuten Notsituationen zu helfen. Hoffnung macht Papst Franziskus, der zwischen verfeindeten Parteien im Land vermittelt und für Frieden eintritt.