Uganda:

Inmitten ihrer Freundinnen und Freunde hockt die 8-jährige Priscilla nach dem Turnunterricht auf dem Boden und posiert für ein Gruppenfoto. Ausgelassenes Kinderlachen schallt über die Wiese. Es ist Ende Februar und noch ahnt kaum jemand, was das Virus, das sich gerade von Asien aus über den gesamten Globus ausbreitet, anrichten wird. Am liebsten spielt Priscilla Schule. Sie selbst ist dann die Schülerin – mal frech, mal folgsam ­– während ihre beste Freundin Nakato die Lehrerin spielt. Die katholische St. Bernadette-Volksschule ist das Zentrum ihres Kinderlebens. Von 6:30 Uhr morgens bis 17 Uhr abends verbringt sie den Tag hier, am Samstag kommt sie zum freiwilligen Nachhilfeunterricht und trifft ihre Freundinnen im schattigen Schulhof. Dank eines Stipendiums kann sie in der Schule frühstücken und mittagessen – eine wichtige Entlastung für ihre Eltern, die sich kaum die Miete, geschweige denn drei nahrhafte Mahlzeiten pro Tag für Priscilla und ihre beiden Brüder leisten können. Seit März sind die Schulen in Uganda nun geschlossen (Stand Oktober 2020). Neben der Chance, mit einer guten Schulbildung der Armut zu entkommen, bieten sie Kindern Schutz, Nahrung und einen Platz, um einfach Kind zu sein. Wie wichtig sie sind, zeigt sich in der Krise deutlicher denn je.

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