380 Millionen Christinnen und Christen weltweit Opfer von Verfolgung
Noch nie wurden so viele Christinnen und Christen weltweit wegen ihres Glaubens unterdrückt, verfolgt und ermordet. Die von „Kirche in Not“ ausgerufene „Red Week“ rückt die prekäre Lage der verfolgten Christen in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Missio Österreich beteiligt sich an der Aktion von der „Kirche in Not“. Seit Jahren engagieren sich die Päpstlichen Missionswerke für die verfolgte christliche Minderheit in Pakistan. Besorgt zeigt sich Missio Österreich um die Zukunft der Christen in Syrien. Als Zeichen der Verbundenheit mit der verfolgten Christenheit, strahlt die Missio-Nationaldirektion am Mittwoch in Rot.
380 Millionen Christinnen und Christen weltweit sind Opfer von Gewalt, Hass, Verfolgung und Mord. Noch nie wurden so viele Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert oder umgebracht. „Wir dürfen nicht länger wegschauen, wenn unsere Schwestern und Brüder bedrängt und verfolgt werden, weil sie Christen sind“, sagt Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner. Seit einigen Jahren unterstützt Missio Österreich kirchliche Projektpartner in Pakistan, die sich um die bedrängte christliche Minderheit kümmert. Die pakistanische Organisation „Christian True Spirit“ setzt sich vor allem für die Rechte von christlichen Mädchen ein, die Opfer von Vergewaltigung, Ausgrenzung und Blasphemievorwürfen sind. „Die Situation der christlichen Frauen in Pakistan ist beängstigend. Den meisten Christen wird zudem der Zugang zu höherer Bildung verwehrt. Das ist pure Diskriminierung und darf nicht länger geduldet werden“, sagt Pater Karl Wallner.
Sorge um Christen in Syrien
Nach dem Machtwechsel in Syrien vor bald einem Jahr wächst die Sorge um die Freiheit der Christen im Land. „Bei meinem Besuch in Syrien habe ich so viel Hoffnungslosigkeit bei den Christen erlebt. Syrien darf nicht islamistisch werden und wir sollten uns allebemühen um die Religionsfreiheit der Christen in Syrien aber auch weltweit mutig einzustehen“, sagt der Missio-Nationaldirektor, der Anfang Oktober Missio-Hilfsprojekte in Syrien besucht hat. Die christliche Minderheit galt lange als stabiler Anker innerhalb der syrischen Gesellschaft. Seit Beginn des Bürgerkrieges vor 14 Jahren dürften rund eine Million Christinnen und Christen geflohen seien. Im Jahr 2011 waren zehn Prozent der syrischen Bevölkerung christlich. Mittlerweile sind nur zwei Prozent der syrischen Bevölkerung Christen. „Syrien ist eines der Ur-Länder des Christentums. Wir müssen unseren Schwestern und Brüdern wieder Hoffnung schenken“, mahnt Pater Karl Wallner.
Ökumenischer Gebetszug für Frieden im Nahen Osten
Missio Österreich beteiligt sich am ökumenischen Gebetsabend und Gebetszug von „Kirche in Not“ und lädt ein, mitzubeten.
19:00 Uhr Ökumenisches Gebet im Stephansdom
19:50 Uhr Gebetszug durch die Innenstadt
20:15 Uhr Kundgebung am Michaelerplatz
Solidarisch für verfolgte Christen einstehen
Mit dem „Red Wednesday“ macht das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ auf das Schicksal von über 380 Millionen verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christinnen und Christen weltweit aufmerksam. In vielen Ländern werden rund um diesen Tag hunderte berühmte Kathedralen, Kirchen, Klöster, Monumente und öffentliche Gebäude rot angestrahlt.