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Hoffnung für Idlib

Den Menschen im Nordwesten Syriens fehlt es am Allernotwendigsten. Obwohl es nur 178 bestätigte COVID19-Fälle im Land gibt [Stand 18.6.20], hat die Wirtschaft des kriegsgebeutelten Landes sehr gelitten. Lebensmittel und Medikamente sind für viele nicht mehr leistbar.

Nach Monaten, in denen die Menschen in Syrien ihre Häuser kaum verlassen durften und Geschäfte und Schulen geschlossen waren, können die Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus seit kurzem gelockert werden. Offiziell wurden nur 146 COVID19-Fälle bestätigt, doch die wirtschaftliche Katastrophe hat gerade erst begonnen. Die syrische Währung hat seit Mai drastisch an Wert verloren. Lebensmittel sind um bis zu 300 Prozent teurer geworden, Medikamente für chronisch kranke Menschen kosten bis zu 500 Prozent mehr und auch Hygieneprodukte sind für viele kaum noch leistbar.

Atempause für Flüchtlinge

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Der Waffenstillstand, der Anfang März in Idlib, der letzten umkämpften Region, ausgerufen wurde, scheint bisher zu halten. In den Monaten zuvor mussten fast eine Million Menschen alles zurücklassen, um ihr Leben zu retten. „Die Mehrheit der Vertriebenen sind Frauen, alte Menschen und Kinder“, schreibt uns einer, der geblieben ist – Bruder Hanna Jallouf ist einer der letzten Priester in der Region. „Wir sehen unglaubliches Leid“, berichtet er.

Überleben sichern

Viele Menschen in seiner Gemeinde haben ihre Türen für die Vertriebenen aus anderen Dörfern geöffnet und sie bei sich aufgenommen. Dabei sind sie selbst dringend auf Hilfe angewiesen. Damit sie überleben, verteilt Bruder Hanna Lebensmittel, Wasser und Hygieneprodukte. Für alte und kranke Menschen besorgt er Medikamente, die Kleinsten bekommen Milch. Auch die Gefahr durch das Corona-Virus ist noch lange nicht gebannt. In den Flüchtlingscamps rund um die Dörfer, in denen Bruder Hanna tätig ist, leben kleine Kinder bis hin zu älteren Menschen auf engstem Raum in notdürftigen Unterkünften oder unter Planen zusammen. Der Mangel und die ständige Angst haben ihre Abwehrkräfte geschwächt. Im Krankheitsfall können sie nicht damit rechnen, versorgt zu werden – viele Krankenhäuser liegen in Trümmern, Ärzte, Ärztinnen und Pflegekräfte wurden getötet oder vertrieben.

Verbunden mit den Schwächsten

Für Bruder Hanna gibt es kein Zurückweichen. „Ich wiederhole immer wieder, dass sie keine Angst haben müssen, dass Gott mit uns ist und uns helfen wird, wie er es in diesen Kriegsjahren immer getan hat“, so der Franziskaner. Er wird auch weiterhin für seine Gemeinde und die vielen geflüchteten Familien da sein und versuchen, sie mit Hygieneprodukten, Nahrung und Medikamenten zu versorgen. Wir dürfen Bruder Hanna und die Menschen in Idlib jetzt nicht alleine lassen. Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen betreffen uns alle und machen uns Sorgen. Gerade jetzt müssen wir jenen beistehen, die dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Bitte helfen Sie schnell.

Verändern Sie mit uns die Welt!

  • Mit 100 Euro können 10 Kleinkinder einen Monat lang mit Milch versorgt werden. In der Gemeinde sind 70 Kinder darauf angewiesen.
  • Helfen Sie einer erkrankten Person mit 50 Euro, damit Medikamente besorgt werden können. Etwa 75 ältere und kranke Menschen kommen jeden Monat zu Bruder Hanna.
  • Unterstützen Sie eine Familie mit 70 Euro mit Grundnahrungsmitteln und Wasser.
Bruder Hanna Jallouf

„Ich wiederhole immer wieder, dass sie keine Angst haben müssen, dass Gott mit uns ist und uns helfen wird, wie er es in diesen Kriegsjahren immer getan hat.“

Bruder Hanna Jallouf
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