Fertigstellung Kapelle in Ruanda

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Fertigstellung Kapelle in Ruanda2018-06-22T15:05:21+00:00

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Neue Kapelle in den Bergen

Auch in den abgelegenen Bergregionen Ruandas trifft man auf einen lebendigen Glauben. Trotz großer Armut vertrauen sie geduldig auf die Hilfe Gottes und geben das Wenige, das sie haben, für den Bau ihrer Kapelle.

In Ruanda sind fast 60 Prozent der Bevölkerung katholisch. Doch viele wohnen weit entfernt von der nächsten Pfarrkirche. Gerade alte Menschen und Kinder können nur selten an der Feier der Sakramente teilnehmen. Die kleine Außenstelle Banda der Pfarre Yove liegt hoch in den Bergen. Der Weg hierher ist nur im Sommer passierbar. Sobald der Regen kommt, versinkt alles im Schlamm, sodass nicht einmal mehr Fr. Janvier, der Pfarrer von Yove, mit seinem Geländewagen an diesen abgelegenen Ort gelangen kann. Die Bevölkerung lebt wochenlang abgeschnitten vom Rest der Welt. Der Fußmarsch bis zur Pfarre dauert mehr als zwei Stunden. Er ist so beschwerlich, dass die alte Menschen und Mütter mit ihren Kindern bei Regen nicht zu der entfernten Pfarrkirche kommen können.

Früher haben sich die Gläubigen von Banda, die diesen weiten Weg nicht auf sich nehmen konnten, in einer Kapelle aus Lehm zum Gebet versammelt. Wenn ein Priester kam, war jedoch in der kleinen Kapelle viel zu wenig Platz für alle. Seit dem Erdbeben im Jahr 2008 ist die Kapelle baufällig und aus Sicherheitsgründen nicht mehr betretbar. Seither beten die Gläubigen nicht nur für eine neue Kapelle, sondern sie sammeln auch Geld und Baumaterialien.

„Ich bewundere den großen Glauben der Gemeinde von Banda und ihre unendliche Geduld“, erklärt Fr. Janvier, der die kleine Gemeinde ein- mal im Monat aufsucht. „Seit sieben Jahren ver- suchen sie diese Kirche zu bauen. Es gibt viele Sekten bei uns in den Bergen, die aktiv um Mitglieder werben und die Armut der Menschen aus- nützen. Doch die Menschen bleiben dem katholischen Glauben treu und halten zusammen.“

Auch 21 Jahre nach dem Genozid sind die Auswirkungen des dramatischen Bürgerkrieges von 1994 in Ruanda noch immer zu spüren. Die Menschen sind gezeichnet von Armut und Ge- walt. Vor allem in den abgelegenen Bergregionen ist die Not noch sehr groß. Die Bevölkerung lässt sich von den Verlockungen der Sekten leicht verführen, die ihnen Erfolg und Reichtum versprechen. Doch die Familien von Banda vertrauen auf Gott und hoffen, sich bald in ihrer neuen Kapelle zum Gebet versammeln zu können. Helfen wir ihnen, die Kapelle fertigzustellen.

„Die Sekten versuchen stets, die Menschen zu verführen. Aber sie bleiben fest im Glauben“

Fr. Janvier Kagenzi