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Spendensumme: 71,00€

Neuanfang für Familien von Kindersoldaten

In Ugandas Bürgerkrieg wurden zehntausende Kinder und Jugendliche als Kindersoldaten missbraucht. Bis heute leiden sie und ihre Familien unter den Folgen des Terrors.

Melckizedek ist wieder auf dem Weg in die Schule. Zwei Wochen lang musste der 15-Jährige zu Hause bleiben. Seine Eltern konnten das Geld für seine Ausbildung nicht bezahlen. Melckizedek kommt aus einer Familie, in der viele Kinder von Rebellen entführt wurden. Einige wurden getötet, andere jahrelang als Kindersoldaten missbraucht. Die Überlebenden sind heute erwachsen, doch aufgrund des Konflikts konnten sie nicht zur Schule gehen und finden deshalb kaum Arbeit.

Folgen des Kriegs

Melckizedek steht vor den Einschusslöchern an den Wänden seines Klassenzimmers. Aus dieser Schule im Westen Ugandas haben Rebellen der ADF (Allied Democratic Forces) seine Brüder und Cousins entführt. „Ich habe Angst, wenn ich die Löcher sehe. Manchmal fürchte ich mich davor, dass so etwas wieder passieren könnte“, sagt der Bub. Die ADF ist trotz einiger Militäroffensiven bis heute eine aktive Terrororganisation, konnte in Uganda aber zurückgedrängt werden. In der Region herrscht nach wie vor große Armut.

Trauma und Armut

Die Familien der ehemaligen Kindersoldaten leben von der Hand in den Mund, denn es gibt kaum Arbeitsplätze. Zahlreiche Familien wurden durch den Konflikt zerrissen. Scola war erst zwei Monate alt, als die Rebellen ihren Vater entführten und töteten. „Es gibt keinen Tag, an dem ich meinen Papa nicht vermisse”, sagt die heute 22-Jährige. Es ist schwer für Scolas Mutter, die Familie alleine zu ernähren. Scola musste deshalb die Schule abbrechen.

Quälende Vergangenheit

„Ich weiß, was es heißt, keine Hoffnung zu haben und vor dem Nichts zu stehen”, sagt Henry Muhindo, der zwölf Jahre lang unter den Rebellen leben musste. Als Kindersoldat wurde er dazu gezwungen, Menschen zu töten. „Mich quält meine Vergangenheit. Auch wenn ich weiß, dass mir nichts Anderes übriggeblieben ist.“ Henry ist an die Schule zurückgekehrt, aus der er damals entführt wurde. Jetzt will er Schülern wie Melckizedek helfen, die täglich an den Einschusslöchern von damals vorbeigehen. Mit seinem Verein FORARO unterstützt er die Familien von Entführten und ehemaligen Kindersoldaten, damit ihre Kinder wieder zur Schule gehen können.

Verändern Sie mit uns die Welt!

  • Mit 71 Euro kaufen Sie einer Familie Tiere und Saatgut und ermöglichen ihr eine landwirtschaftliche Schulung.
  • Mit 119 Euro kann ein Kind ein Jahr lang in die Schule gehen und bekommt alle Schulmaterialien.
  • Für 5.446 Euro bekommen die Kinder einen neuen Schlafsaal – so können auch die Einschusslöcher entfernt werden.
Uganda Kindersoldaten

„Bis heute leiden die Menschen unter den Gräueltaten der Rebellen. Die Familien der Kindersoldaten brauchen das Notwendigste zum Leben. Kinder sollen zur Schule gehen können und eine Ausbildung machen.“

Henry Muhindo, Projektpartner und ehemaliger Kindersoldat
Uganda Kindersoldaten

„Die letzten zwei Wochen konnte ich nicht zur Schule gehen. Es hat das Geld gefehlt. Ich merke, wie die Situation meine Eltern belastet.“

Melckizedek, 15 Jahre alt