Peru: Alltag zwischen Arm und Reich

“Weltmission um Halb Elf” mit Schwester Eva Schwingenschlögel

Sr. Eva Schwingenschlögel

Die Schönheit Gottes in den traurigen Alltag der Menschen bringen: So beschreibt Schwester Eva Schwingenschlögel ihre missionarische Tätigkeit in Peru. Als Schwester der Gemeinschaft der Seligpreisungen wirkte die gebürtige Salzburgerin elf Jahre lang in der Pfarre María Madre de Dios in Callao, nahe der Hauptstadt Lima.

 „In Peru herrscht eine große Kluft zwischen Arm und Reich. Unsere Aufgabe als Missionare ist es, eine Brücke zwischen diesen zwei Welten zu bauen“, sagt Schwester Eva von Jesus.

Als allererstes braucht es dafür ein authentisches Leben nach dem Vorbild Jesu Christi. Ein solches Leben ist das stärkste Zeugnis für die Menschen, betont Schwester Eva:

„Wir Missionare leben mit den Menschen. Wir teilen alles mit ihnen – den Schmerz und das Leid  genauso wie die Freude. Als Missionarin oder Missionar wirst du immer am meisten beschenkt.“

Zwischen Herausforderung und Hoffnung

Der Ballungsraum Lima hat rund zehn Millionen Einwohner, Tendenz steigend. Wie in vielen Ländern herrscht auch in Peru eine große Landflucht. Die Menschen kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Großstadt, aber was sie finden, ist meist das komplette Gegenteil davon, erzählt Schwester Eva:

„Die Region, in der wir wirken, ist laut, dreckig und hektisch. Es gibt große Armut und dadurch auch viel Kriminalität. Wir wollen durch unsere Mission den Menschen genau an diesen Orten die Schönheit Gottes bringen.“

Die Situation in Peru ist für die Menschen herausfordernd. Hilfe bekommen sie in der Pfarre María Madre de Dios durch die Gemeinschaft der Seligpreisungen. Die Schwestern und Brüder bringen durch ihre Arbeit Freude und Hoffnung zu den Menschen.

Das geschieht auch durch die Unterstützung der Päpstlichen Missionswerke. Mit den Spenden von Missio Österreich konnte in den letzten Jahren eine weitere Kapelle in dem großen Pfarrgebiet gebaut werden.

„Das sind Orte der Ruhe und der Besinnung, Oasen der architektonischen Schönheit inmitten der Hässlichkeit der Stadt und der Hektik des Alltags“, sagt Schwester Eva.

Zwischen Arm und Reich

Einsatz für die Würde jedes Einzelnen

Nicht nur das Stadtbild von Lima wird schöner und attraktiver durch die Schwestern und Brüder der Gemeinschaft, vor allem die Menschen in der Stadt erfahren durch sie, welchen Wert und vor allem welche Würde sie haben. Rassismus ist ein großes Problem in Peru, wie auch Forschungen der Vereinten Nationen zeigen. Besonders betroffen davon sind die indigene Bevölkerung und die Mestizen, jene Menschen mit europäischen und indianischen Vorfahren. Diese beiden Gruppen stellen den größten Teil der Bevölkerung, insgesamt über 80 Prozent der rund 31 Millionen Peruanerinnen und Peruaner.

„Wir wollen den Menschen zeigen, wie wertvoll und schön sie sind, egal welche Hautfarbe sie haben“,
erklärt Schwester Eva.

Durch ihre Tätigkeit habe sie gelernt, dass gerade arme Menschen eine Bereicherung für die Gesellschaft sind. Sie haben Talente und Grundwerte, die den wohlhabenden Schichten oft fehlen: Menschen halten in den schwierigsten Situationen zusammen. Nachbarschaftshilfe ist keine leere Phrase, sondern wird tagtäglich gelebt.

Q & A mit Schwester Eva

Die Menschen in Peru brauchen unsere Hilfe

Sr. Eva Schwingenschlögel und Pater Karl Wallner

„Armut ist nicht gleich Elend“, sagt Schwester Eva. “Egal wie arm jemand ist: Jeder und jede kann immer irgendetwas geben. Geistlicher Reichtum ist immer da – in der Lebensfreude oder im familiären Zusammenhalt. Armut wird dann zu Elend, wenn die Menschen sich aus materieller Not in die Kriminalität flüchten. Und das passiert in Peru leider viel zu oft.”

Die Menschen in Peru brauchen uns:

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