15.05.2017

Venezuela: Maduro greift Bischöfe an

Die Bischöfe des Landes „halten die Anordnungen von Papst Franziskus nicht ein“. Dieser Vorwurf kommt vom  Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro. Laut der peruanischen Nachrichtenseite RPP kreidet Maduro den Bischöfen an, noch immer nicht auf die Einladung zur verfassungsgebenden Versammlung geantwortet zu haben. Das widerspreche dem Wunsch des Papstes an die Bischöfe, angesichts der Krise in Venezuela alles dafür zu tun, den Dialog im Land wieder herzustellen, bezieht sich die Nachrichtenseite auf eine Aussage Maduros.

Nach anhaltenden Protesten gegen ihn und seine Regierung hatte Maduro am 1. Mai angekündigt, eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen. Die Opposition hatte das scharf verurteilt und fordert hingegen Neuwahlen.

Das südamerikanische Land befindet sich seit Monaten in einer schweren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise. Zunächst hatte es im Gesundheitsbereich und bei Lebensmitteln Versorgungsengpässe gegeben, daraufhin sind tausende gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Bei Zusammenstößen von Polizei und Regierungsgegnern sind bisher über 30 Menschen ums Leben gekommen. Das harte Vorgehen der Regierung gegen Oppositionelle wird weltweit verurteilt.
(fides)

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