01.02.2017

Venezuela: Gesteuerte Angriffe auf Kirchen

Hinter den jüngsten Attacken gegen Kirchen sieht die Venezolanische Bischofskonferenz eine gesteuerte Aktion. Die Angriffe seien „vorbereitete Aktionen, um die katholische Kirche einzuschüchtern“, sagte Diego Padron, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, dem Sender „RCR“ am Montag.

Padron bezog sich unter anderem auf einen Vorfall am Sonntag, bei dem Bewaffnete einen Gottesdienst in einem Viertel der Hauptstadt Caracas gestört hatten. Der Weihbischof, der die Messe feierte, und die Gläubigen seien gezwungen worden, sich eine politische Rede gegen die Kirche und für den Chavismus anzuhören. Zudem hätten die Täter gezielt nach Oppositionellen gesucht. Durch sein beherztes Eintreten habe der Weihbischof Schlimmeres verhindert, so Padron.

Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der sozialistischen Regierung in Venezuela gelten als extrem angespannt. Die Opposition und große Teile der Kirche werfen der Regierung vor, wirtschaftspolitisch versagt zu haben und die Gegner mit Methoden einer Diktatur einzuschüchtern und zu inhaftieren. Der Vatikan versuchte zu vermitteln, doch geriet der initiierte Dialog zuletzt ins Stocken.
(fides)

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