15.02.2017

DR Kongo: Gräueltaten gegen Bevölkerung

Heftige Ausschreitungen zwischen Soldaten und Milizen: In der Provinz Kasai bekämpfen sich seit Tagen die staatliche Armee und die Milizionäre eines verstorbenen Stammeshäuptlings. Das berichtet die Nachrichtenagentur „fides“ am Montag.

Einem Bischof vor Ort, Félicien Mwanama Galumbulula, zufolge habe es Tote und Verletzte gegeben: „Eine Bilanz können wir noch nicht ziehen. Doch es wurden unvorstellbare Gräueltaten gegen einfache Bürger verübt. Die Menschen haben große Angst, weshalb sie zur Zeit nicht einmal ihre Toten beisetzen.“ Der Bischof war mit einer Delegation der Bischofskonferenz zu Besuch in Europa gewesen. Er hatte die Reise abgebrochen, um in seine Diözese zurückzukehren.

Die Pfarreien vor Ort seien erschüttert, so der Bischof weiter. „Die Menschen mussten zum Teil fliehen und die Gemeinden wurden geplündert.“ Zwei Gemeinden seien so stark betroffen gewesen, dass deren Gemeindepfarrer „Tag und Nacht zu Fuß unterwegs waren, um in einer anderen Region Zuflucht zu suchen“.

Am 11. Februar hatten sich die Vereinten Nationen „beunruhigt” im Hinblick auf die Unruhen in Kasai geäußert, bei denen nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen mindestens 50 Menschen allein in der Stadt Tshimbulu ums Leben gekommen waren.
(fides)

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