14.11.2017

Burundi: Bischöfe setzen auf Dialog

Die Bischöfe Burundis setzen sich für einen Dialog zwischen den Konfliktparteien ein. Gegen die Regierung unter Pierre Nkurunziza läuft derzeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein Verfahren wegen 1200-fachen politischen Mords.

Seit der Präsidentschaftswahl und dem Putschversuch 2015 kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen im Land. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt, aber willkürliche Verhaftungen und das Verschwinden von Menschen sind nach wie vor an der Tagesordnung, berichtet der Vorsitzender der burundischen Bischofskonferenz gegenüber dem Hilfswerk „Kirche in Not”. Darüber hinaus befindet sich die Wirtschaft in einer schweren Krise, und es herrscht hohe Inflation.

Burundi ist bisher als einziges Land wieder aus dem Internationalen Strafgerichtshof ausgetreten. Vor Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Mitgliedszeit schützt der Schritt die Machthaber in Bujumbura jedoch nicht. Das Verfahren begann einen Tag, ehe der Austritt des zentralafrikanischen Staates in Kraft trat.
(rv)

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