Ein Land am Rande der Erschöpfung

Kage schleppt sich mit letzten Kräften die Straße hoch. Sie ist fünf Jahre alt. An der Hand ihre zwei kleinen Geschwister Poni (drei Jahre) und Swaka (eineinhalb Jahre). Den Papa gibt es nicht mehr. Er wurde Opfer des Bürgerkriegs. Es ist niemand mehr da, der das Land bestellt. Die Familie hat kein Einkommen. Ihr kleiner Bruder Christopher ist gerade an Hunger gestorben. Kages Mama ist verzweifelt, da die drei „Großen“ auch zu verhungern drohen. 

So wie Kage geht es den meisten Kindern im Südsudan, einem Land, das von einer schweren Hungersnot und einem brutalen Bürgerkrieg zerfleischt wird. Wer überlebt, hat Glück. Kage muss dreimal in der Woche sehr weit gehen, aber die Mühe lohnt sich. Sie ist auf dem Weg zum Baby Feeding Center. Das Mädchen ist nun fünf Jahre alt. Hier bekommt sie eine Mahlzeit: eine Schüssel Reis. Das reicht zum Überleben. Solange das Baby Feeding Center arbeitet, werden die 500 Kinder durchkommen. Hört es auf, wird das Leben dort zu Ende sein. 

Die Vinzenzgemeinschaft in Juba betreibt dieses Baby Feeding Center seit drei Jahren. Sie geben den Menschen Essen, Trost und Hoffnung. Vor allem den Schwächsten unter ihnen: den Babys und Kindern. Die Missionare haben auch eine Schule eröffnet. Die Kinder bekommen dort ein Mittagessen und eine Ausbildung: „Der einzige Weg, dieses Land wieder aufzubauen ist Bildung“, bekräftigt Hakkim, der Leiter des Projektes. „Ohne Essen können die Kinder nicht lernen. Zuerst einmal müssen wir aber all unsere Kräfte dafür einsetzen, dass die Kinder überhaupt so alt werden, dass sie in die Schule gehen können.“

Kinder bis drei Jahre brauchen ausreichend Ernährung, weil sie sonst bleibende Schäden haben. Jede Hilfe für die Kinder jetzt wird ihr Leben für immer beeinflussen. Die Vinzenzgemeinschaft kann nur helfen, wenn sie Spenden bekommt. Ihre Mittel sind nahezu erschöpft. Die Situation drängt.

     

Die Hungersnot in Südsudan

  • Im Südsudan herrscht seit dem Jahr 2013 ein erbitterter Bürgerkrieg; seit zwei Jahren bringt eine Hungersnot das Land an den Rand des Abgrunds.
  • Viele Männer sind gestorben, die Felder werden nicht mehr bestellt, weil viele Menschen fliehen mussten. In zahlreichen Dörfern gibt es kein Essen mehr.
  • Die größten Opfer sind die Kinder. Mehr als eine Million Kinder sind auf der Flucht. Viele sind so unterernährt, dass sie am Rande des Todes sind. Ohne Hilfe werden sie sterben. 

Bitte helfen Sie! Schon kleine Beträge zeigen große Wirkung!

  • Ein Sack Reis kostet 17 Euro
  • Eine Hühnerschar zur Versorgung der Kleinkinder mit Eiern und Proteinen kostet 25 Euro
  • 38 Euro kostet es, ein Kind ein Jahr lang mit Milch zu versorgen
  • Eine Gesundheitsversorgung für ein Kind für ein Jahr kostet 78 Euro 

Verändern Sie mit uns die Welt!

Ihre Spende für die Hungersnot im Südsudan!

  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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