Alles verloren

Seit seiner Kindheit arbeitet Gopal hart um knapp zu überleben. Den „Luxus“ einer Schulbildung hatte er nicht. Mit kleiner Landwirtschaft ermöglichte er seiner Familie bis vor zwei Jahren ein bescheidenes Leben. Dann verlor er durch die schweren Erdbeben im Jahr 2015 das Wenige, das er besaß.

Dank der Spenden aus Österreich konnte Soforthilfe geleistet werden. „Wir hatten das Gefühl, dass Gott uns Hilfe geschickt hatte“, erzählt Gopal. Auf der Suche nach Arbeit zog er mit seiner Familie in eine der 120 Ziegelfabriken außerhalb der Hauptstadt Kathmandu.

Wie ein Flüchtlingslager mutet das Gelände an. Die kleinen Baracken der Ziegelarbeiter, aus rohen Ziegeln und Wellblech, schützen kaum vor Wind und Wetter. Sie haben keine Fenster, keinen Wasseranschluss und keine Toiletten. Überall ist Staub und die nächste Trinkwasserstelle ist eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt. „Wenn es regnet, kommt oft Wasser ins Haus und es fängt an zu stinken. Es gibt viele Moskitos. Wir waschen unsere Kleidung in Regenwasser“, berichtet Gopals Frau Kabita.

Leben im Staub

Pro Arbeitstag – der meist 12-14 Stunden dauert – verdienen die Arbeiter umgerechnet 6,50 Euro. Das reicht nicht für die Versorgung der Familie. Daher arbeiten auch die Frauen und Kinder in den Ziegelfabriken, so wie Gopals 6-jährige Tochter Manisha. „Selbst als meine Frau im achten Monat schwanger war, arbeitete sie 6-7 Stunden am Tag“, sagt Gopal. Die oft sehr jungen Mütter haben keine Wahl. Kinder werden in den dreckigen Baracken zur Welt gebracht und nicht selten wird die Nabelschnur mit einem schmutzigen Messer abgeschnitten.

Father Joe von den Maryknoll Missionaren unterstützt die lokale Hilfsorganisation CDO Nepal, die sich um die Gesundheit von Mutter und Kind sowie um Schulbildung für alle Kinder bemüht. „Ich war erschüttert über das, was ich sah. Der Schmutz und die mangelhafte Ernährung bilden eine lebensgefährliche Kombination. Dadurch, dass Gesundheits- und Bildungsprogramme auf Frauen und Kinder ausgerichtet sind, bekommen sie die Chance, aus dem Kreislauf der Armut in ein besseres und gesünderes Leben auszubrechen.“

Nepal: Armut und Katastrophen

  • Die zwei heftigen Erdbeben im Jahr 2015 zählen zu den verheerendsten in der Geschichte Nepals. Viele verzweifelte Menschen suchten in Ziegelfabriken nach Arbeit.
  • Trotz der verheerenden Bedingungen müssen oft auch schwangere Frauen und Kinder in den Ziegelfabriken arbeiten. Dabei kommen Bildung und medizinische Versorgung meist zu kurz.
  • Im August 2017 verschlimmerte der heftige Monsun zusätzlich die Lage in Nepal. Regengüsse, Überflutungen und Erdrutsche forderten über 100 Menschenleben. Das wenige Trinkwasser, auch in den Ziegeleien, ist beeinträchtigt und es droht der Ausbruch von Krankheiten.

Bitte helfen Sie! Schon kleine Beträge zeige große Wirkung!

  • Mit nur 20 Euro sichern Sie die medizinische Versorgung einer Familie für einen Monat.
  • Mit 70 Euro kann ein Kind ein Jahr lang die Schule besuchen anstatt in der Ziegelfabrik zu arbeiten.
  • Mit 190 Euro ermöglichen Sie einer Schwangeren die Entbindung in einer sauberen Klinik.

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DI Jutta Becker
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