Pest in Madagaskar

Armut und der schwarze Tod

  • Der Inselstaat Madagaskar liegt südöstlich von Afrika und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.
  • Jedes zweite Kind leidet an Unterernährung, weniger als die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Aufgrund schlechter Hygiene und mangelnder Gesundheitsversorgung sind Seuchen wie Beulen- und Lungenpest noch immer gegenwärtig. Bei der letzten schweren Epidemie starben seit Ende 2017 über 200 Menschen, mehr als 2.000 Menschen waren betroffen.

Überleben am Straßenrand

Solo sitzt mit seinen jüngeren Schwestern Fara und Pela am staubigen Straßenrand in Fianarantsoa. Immer wieder führt der 6-Jährige für die vorbei- ziehenden Menschen kleine Akrobatiktricks auf. Heute hat ein Zuschauer Erbarmen: Solo bekommt drei Bananen für seine Vorführung geschenkt. Voller Stolz läuft er damit seiner Mutter entgegen. Sie ist eben von der Müllhalde zurückgekehrt, wo sie nach Brauchbarem sucht, das man am Straßenrand wieder verkaufen kann. Nachdem ihr Mann von Rinderdieben erschossen wurde, zog sie mit den Kindern vom Land in die Stadt. Seitdem leben sie in einer winzigen staubigen Baracke ohne Licht, Wasser und Einkommen. Die drei Bananen sind das einzige bisschen Nahrung für die Familie an diesem Tag. Trinkwasser gibt es nur stundenweise. In zerrissener Kleidung und mit Sand in den Haaren bieten sie neben der Straße ihre Waren an: eine Handvoll Kohlestücke, ein altes T-Shirt, ein paar zerlumpte Sandalen und drei leere Plastiktaschen. 

Hilfe und Hoffnung

Für viele Familien in Madagaskar sind sauberes Wasser, Hygiene und eine regelmäßige Mahlzeit noch immer unerschwinglich. In einem der ärmsten Länder der Welt behindern Korruption, politische Machtkämpfe, Aberglaube, Naturkatastrophen und Krankheiten wie die Pest die Entwicklung. Die Kirche ist auch an den entlegensten Orten der Insel gegenwärtig und unter- stützt die Menschen. Bruder Claude Fritz ist nicht nur als Seelsorger aktiv, sondern auch als Leiter von Vozama, einer lokalen Hilfsorganisation. Er will den Kindern Lesen und Schreiben beibringen und damit eine Zukunft geben sowie lebenswichtige Hygienemaß- nahmen vermitteln, die die Ausbreitung von z. B. Pest und Lepra eindämmen. „Ohne Bildung kann die Bevölkerung der extremen Armut nicht entkommen. Der Fortschritt geht langsam voran. Doch die Menschen wissen zu kämpfen!“, ermutigt Bruder Claude. „Ohne unsere Hilfe werden Kinder wie Solo, Fara und Pela leicht zu unschuldigen Opfern der nächsten Naturkatastrophe oder Pestepidemie.“  

Verändern Sie mit uns die Welt!

  • Ein großer Sack Reis kostet 27 Euro und ernährt eine Familie mit fünf Kindern einen Monat lang.
  • Ein Basispaket mit Zahnbürste/-pasta, Seife etc. für Kinder einer ganzen Schule kostet 200 Euro im Jahr.
  • Für 5.000 Euro kann ein Brunnen für ein Dorf mit mehreren hundert Bewohnern gebaut werden.

Verändern Sie mit uns die Welt!

Ihre Spende für die Kinder in Madagaskar!

  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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