Monika Schwarzer-Beig: Mission heißt für mich…

…den Glauben teilen und tiefe Freude finden!

Eines Tages wurde ich Zeugin folgender Szene: Zwei junge Mädchen, adrett gekleidet in langem Rock und weißer Bluse, sprachen mit einer Gruppe von jugendlichen Drogenjunkies am Wiener Karlsplatz. Weil ich insgeheim erwartete, dass das böse enden würde, blieb ich stehen und beobachtete alles aus sicherer Entfernung. Doch welch Überraschung: Die beiden äußerlich so ungleichen Gruppen verstanden sich prächtig. Es war ein intensives und wertschätzendes Gespräch – auch über Gott. Und: Bei den Mädchen handelte es sich keineswegs um „Zeugen Jehovas“, sondern sie waren Katholikinnen.

Meine Bewunderung für ihren Mut war groß, zugleich war ich tief beschämt. Eigentlich sollte ich dort stehen, zumal als Studentin der Theologie. Denn, den Glauben habe ich nicht für mich selbst, sondern für andere. Schließlich machte es mir aber auch Mut: Wenn die das können, dann kann ich das auch. So trat ich in die Legion Mariens ein, ins Apostolat, wie man das dort nannte. Eine andere, die griechische, Bezeichnung für Mission. Das gleiche Prinzip. Dabei durfte ich diese tiefe, unbeschreibliche Freude erfahren, die nicht aus einem selbst kommt.

Nach Abschluss des Studiums begann ich bei Missio zu arbeiten. Wieder das gleiche Prinzip – diesmal weltweit angewandt.

Die Freude ist die gleiche.

Monika Schwarzer-Beig

Monika Schwarzer-Beig ist unser Head of Relationship Management