Senegal liegt im Westen des afrikanischen Kontinents, südlich der Sahara in der Sahelzone. Das Land, das ungefähr doppelt so groß ist wie Österreich, ist das Missio-Beispielland zum Weltmissions-Sonntag am 18. Oktober 2009. Senegal, so heisst auch der Grenzfluß zum benachbarten Mauretanien. Ursprünglich leitet sich der Name "Sunugal" aus der bedeutendsten Umgangssprache, dem Wolof, ab und bedeutet "Unser Boot".

Mit ihren bunt bemalten "Pirogen", Boote in Form eines "Einbaums", fahren die Fischer aufs Meer. Der Atlantik vor der  530 km langen Küste Westafrikas zählt eigentlich zu den fischreichsten Gewässern der Welt. Doch seit einigen Jahren holen europäische und internationale "Tanker" mit riesigen Schleppnetzen tonnenweise Fisch aus dem Meer. Dadurch bleibt den senegalesischen Fischern gerade genug um den täglichen Eigenbedarf zu decken. Geschäft ist damit keines zu machen. Arbeitslosigkeit und Emmigration sind die Folgen.

Immer mehr vor allem junge Menschen machen sich auf und versuchen mit ihren für so eine Reise ungeeigneten Booten zu den kanarischen Inseln, dem nächstgelegenen Stück Europas, zu kommen. Für viele endet dieses gefährliche Vorhaben mit dem Tod.

Laut den Zahlen der Weltbank lebten in den vergangenen Jahren rund 463.000 Senegalesen, das sind 4% der Bevölkerung im Ausland. Einer weiteren Studie zufolge haben 70% der Haushalte mindestens einen Angehörigen im Ausland. Diese sind für die zurück gelassenen Familien eine wichtige Einnahmequelle. 

Die Kirche Senegals hilft

Die Kirche ist im Senegal in einer Minderheitensituation. An die 90% der Bevölkerung sind Muslime bei nur 5-7% Christen. Zusammenhalt und gelebte Solidarität sind für die kleinen und verstreuten Gemeinden Senegals identitätsstiftend und überlebenswichtig.  Priester, die Krankenhäuser für die Ärmsten errichten, Ordensfrauen, die sich der Ausbildung benachteiligter Mädchen annehmen, gläubige Laien, die versuchen an einer gesunden Gesellschaft ihres Landes mitzubauen - im Senegal hilft die Kirche auf vielfache Weise!

Christliche Krankenstationen und Schulen verbessern nachhaltig die Lebensbedingungen aller Menschen im Land. Nicht zuletzt deshalb werden die Christen von Muslimen respektiert und geschätzt. So ist die Kirche ein kleiner, aber doch fixer Bestandteil der Gesellschaft. Es ist durchaus üblich, dass die katholischen Bischöfe gemeinsam mit den muslimischen Führern zu gesellschaftlichen Themen öffentlich Stellung beziehen. Dieses gute Verhältnis zwischen Muslimen und Christen bezeichnen die Senegalesen stolz als „Modell Senegal“.

Gäste aus dem Senegal

Vom Leben im Senegal und dem selbstlosen und unverzichtbaren Einsatz der Kirche in diesem Land werden die Missio-Gäste aus dem Senegal live in Österreich berichten.

Zum Weltmissions-Sonntag sammelt Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich für die 1.100 ärmsten Diözesen der Welt - und somit auch für die Menschen im Senegal!

Weiterführende Informationen (PDF, 3 Seiten)

Kirche im Senegal

Während der Muezzin zum Gebet ruft, strömt eine kleine Gruppe Christen zu einer baufälligen Kapelle. weiter

Länderheft: Senegal

Die Werkmappe informiert über Modelle der "Familie Gottes" im westlichsten Land Afrikas. weiter

Multimedia-Materialien

Informationen zur Ton-Bild-Schau, Musik-CD, Kinderfilm und Folien-Set zum Beispielland. 
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  Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich  A-1010 Wien, Seilerstätte 12/1  Tel. (+43) 1 / 513 77 22  missio(at)missio.at
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