Kindersoldaten

Kindersoldaten

In vermeintlich friedlicher Umgebung sitzt ein 17-jähriger Jugendlicher beim traditionsreichen Staudamm von Marib im Jemen. Er hält eine Waffe in der Hand und er wird sie benutzen, um zu kämpfen und zu töten. Wie er werden tausende junge Buben und Mädchen weltweit als Kindersoldaten missbraucht. Im Jemen rekrutierte die Rebellengruppe der Huthi in den letzten vier Jahren rund 18.000 Kinder, seit 2015 ist die Huthi-Miliz im Land an der Macht. An anderen Kriegsschauplätzen der Welt ist die Situation nicht anders. Ob in Syrien, in Myanmar, im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo oder in Kolumbien: Kinder werden gezwungen, zur Waffe zu greifen, müssen körperliche Zwangsarbeit leisten oder werden sexuell missbraucht. Alternativen gibt es für diese Kinder meist keine. Durch gezielte Recherchen rekrutieren die Rebellen vorrangig Kinder, die aus sehr bedürftigen Familien stammen oder bereits in Flüchtlingslagern hausen und keinen anderen Ausweg sehen.

Die Kinder sind Opfer und Täter zugleich. Ihnen wird ihre Kindheit geraubt. Die Rückkehr in ein „normales“ Leben gelingt nur schwer, die Kinder brauchen dafür intensive Begleitung und Hilfe.

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