Karl Hohenlohe: „Ich bin ein sehr glücklicher Christ“

Glaube ist für Karl Hohenlohe das stärkste Regulativ in seinem Leben und ein Grundpfeiler seines Daseins. Karl Hohenlohe genießt in seinem Alltag immer wieder die besondere Atmosphäre von Kirchen. Gerne besinnt er sich hier auf die wirklich wichtigen Dinge: den Glauben und die Familie.

Der Glaube ist für mich das wohl stärkste Regulativ in meinem Leben, etwas, das mich in manchen Situationen zurückpfeift oder reflektieren lässt. Der Glaube erinnert mich immer wieder daran, mich zu fragen: Wie sollte ich mich in dieser Situation jetzt als Christ verhalten?

Respekt und Toleranz prägen mein Leben. Ich glaube, dass ich von jedem Menschen etwas lernen kann, auch wenn er andersgläubig ist oder aus einer anderen Kultur kommt. Das ist mir vor allem als gläubiger Christ sehr wichtig und das gebe ich auch meinen Kindern so weiter.

Wir beten in der Familie am Abend, wir beten vor dem Essen, gehen am Sonntag in die Kirche. Ich würde sagen, ich bin ein sehr glücklicher Christ, vielleicht manchmal ein bisschen zu oberfl ächlich. Es wäre mir wichtig, mich noch intensiver mit meinem Glauben auseinanderzusetzen.

Der Sonntag ist für mich eine kurze Zeit der Besinnung und des Zurücktretens. Ich stelle mir oft die Frage, was ich für andere tun kann, wie ich helfen kann. Es ist schön, am Sonntag den wirklich wichtigen Dingen in meinem Leben Raum zu geben: dem Glauben und der Familie.

Karl Hohenlohe

KARL ALBRECHT HOHENLOHE

wurde am 27. August 1960 in Wien geboren. Bekannt ist er als ORF-Kommentator des Wiener Opernballs und anderer gesellschaftlicher Großereignisse. Gemein-sam mit seiner Frau Martina ist der Journalist und Drehbuchautor zudem Chefredakteur der österreichischen Ausgabe des Restaurantführers „Gault&Millau“. Ende der 1980er-Jahre hat Hohenlohe mit Teddy Podgorski das ORF-Society-Format „Seitenblicke“ entwickelt, das bis heute täglich über das Gesellschaftsleben in Österreich berichtet. Karl Hohenlohe ist verheiratet und Vater von vier Kindern. 

Karl Hohenlohe

Ich gehe sehr gerne in Kirchen. Die Atmosphäre in diesen heiligen Räumen hat etwas unglaublich Beruhigendes
für mich. Das sind Orte außerhalb meiner Geschäftswelt, an denen ich herunterkommen und still werden kann. Kirchen haben für mich eine ganz besondere Kraft.

Das wichtigste christliche Vorbild in meinem Leben ist meine Nichte Marie, die als Ordensfrau bei den Mutter-Teresa-Schwestern in Indien wirkt. Sie inspiriert mich, motiviert mich und bringt mich auf den Boden der Realität, wenn sie in ihrer Bescheidenheit über ihre Begegnungen mit Menschen in den Slums erzählt.

Missio Österreich zeigt durch ihre Arbeit, wie viel Positives in der Kirche passiert. Durch die Organisation wird sichtbar, wie sich die Kirche aufopfernd für die Ärmsten einsetzt und dort hingeht, wo sonst keiner sein will.