Projekt Beschreibung

TABUTHEMA PERIODE

Die weibliche Menstruation ist in vielen Kulturen negativ besetzt und wird oft von Schweigen, Ausgrenzung und Scham begleitet. Die Auswirkungen für junge Mädchen in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sind graviernd. Viele behelfen sich während der Periode mit alten Lappen, Blättern oder anderen Notlösungen. Das Risiko von Infektionen ist dadurch sehr hoch, besonders in Gebieten, in denen es kein sauberes Wasser gibt. In Indien brechen 20 Prozent der Mädchen die Schule ab, sobald sie ihre Periode haben. In Malawi verpassen 70 Prozent von ihnen jeden Monat bis zu drei Tage Unterricht, weil es an den Schulen keine Möglichkeit gibt, sich zu waschen, die Binde zu wechseln oder sie sich keine Hygieneartikel leisten können. Aufgrund der Fehlzeiten müssen viele von ihnen die Schule verlassen.

Quelle: Plan International

Wenn Mädchen in Uganda ihre Periode haben, versäumen sie oft mehrere Tage den Schulunterricht. Armut, schlechte Hygienebedingungen und Scham führen dazu, dass sie aufgrund der monatlichen Blutung die Schule abbrechen müssen.

Die Schule in Mbarara platzt aus allen Nähten. Trotz des Zubaus eines zweistöckigen Gebäudes sind die Klassenzimmer mit bis zu 100 Schülerinnen und Schülern total überfüllt. Die 18-jährige Phiona strahlt vor Freude, denn sie wird in ein paar Wochen die Schule abschließen. Das ist nicht selbstverständlich. Denn in Uganda, so wie in vielen afrikanischen Ländern, sehen sich viele Mädchen aufgrund der monatlichen Blutung gezwungen, die Schule abzubrechen.

Toiletten für 700 Schülerinnen

Unser Projektpartner, Father John Bashobora, möchte dem entgegenwirken: Mit seinem Team baut er geschlechtergetrennte Toiletten und schafft Waschmöglichkeiten, die es bisher nicht gibt. So will er auch die Körperhygiene während der Regelblutung verbessern. „Im Ranking der Schulen in Uganda sind wir auf Platz 89 von über 1.500 Schulen. Trotz schweren Unterrichtsbedingungen sind unsere Schülerinnen und Schüler sehr fleißig und ambitioniert. Wir wollen Schritte setzen, damit immer weniger Mädchen aufgrund ihrer Periode den Unterricht versäumen“, erklärt Father John.

„Ein Toilettengebäude kann entscheidend dafür sein, ob man als Mädchen die Schule abschließt oder nicht. Mit dem Reinerlös der Jugendaktion 2020 sorgen wir dafür, dass die Mädchen in Mbarara auch während ihrer Periode am Unterricht teilnehmen können.

Maria Jungk, Young Missio