Project Description

Myanmar: Nadel und Faden für ein besseres Leben

Tausende junge Familien flüchteten vor der brutalen Verfolgung durch das Militärregime aus ganz Myanmar in die Kleinstadt Kawthaung im Süden des Landes. Hier gibt es aber wenig und sehr schlecht bezahlte Arbeit – es reicht nicht zum Überleben. Jugendliche werden mit Versprechen von hohen Löhnen nach Thailand gelockt. In der Hoffnung auf einen Job in der Fischerei oder als Hausmädchen fahren sie mit dem Boot über die Grenze. Dort müssen sie für wenig Geld sehr hart arbeiten. Nach einiger Zeit bekommen manche angeboten, in Hotels oder Bars zu arbeiten. Ihnen wird gesagt, dass sie damit zehnmal so viel verdienen könnten – Geld, das ihre Familien in Myanmar dringend brauchen. Ihre finanzielle Notsituation wird ausgenützt und sie beginnen als Prostituierte zu arbeiten.

Schwester Rita Phyo versucht junge Frauen vor diesem Schicksal zu schützen. Ihr wichtigstes Ziel ist es, jungen Frauen eine Perspektive zu bieten. „Bei uns können sie eine Ausbildung zur Näherin machen. Zum Abschluss schenken wir jedem Mädchen eine Nähmaschine, damit können sie selbstständig oder in unserer Werkstätte arbeiten.“, erzählt Schwester Rita. In den Nähkursen werden sie auch über die Folgen der Arbeit in Thailand aufgeklärt.

Ein Teil des Reinerlöses der Jugendaktion 2019 kommt dem Projekt von Schwester Rita Phyo in Myanmar zugute.