Projektpartner aus Afrika unterstützen uns in Zeiten des Corona-Virus

Normalerweise sind es die Päpstlichen Missionswerke in Österreich, die mit Hilfe großzügiger Unterstützerinnen und Unterstützer für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt sorgen. Mit dem Ausbruch des Corona-Virus wurde Europa plötzlich selbst zu einer Krisenzone. Jutta Becker aus dem Team „International Projects“ bei Missio Österreich erlebte in den letzten Tagen, wie stark die Verbundenheit mit den Projektpartnern in den Ländern des Südens ist: „Ich durfte auf meinen Reisen in den vergangenen Jahren immer mehr spüren, dass dort nicht nur Menschen sind, die finanzielle Hilfe brauchen. Vielmehr sind es Schwestern und Brüder, die uns täglich im Gebet mittragen. Diese Verbundenheit im Gebet bekommt gerade jetzt eine ganz neue Tiefe.“ Täglich erreichen Jutta Becker und ihre Kollegen neue Nachrichten von Projektpartnern und Freunden. Gleichzeitig ist aber auch die Besorgnis der Menschen zu spüren, die wissen, dass die Ausbreitung des Virus in ihren Ländern schlimme Folgen haben könnte. Einige Staaten haben bereits Schulen, Universitäten und Priesterseminare geschlossen.

Father Vincent Muhindo, Rektor des Großen Priesterseminars Kinyamasika in Uganda schreibt auf unseren Hilferuf:

Ich bitte alle Afrikaner, insbesondere die Priester, die geistlichen Lücken zu schließen, die durch die fehlende Eucharistiefeier in vielen Teilen Europas entstanden sind. Lassen Sie uns Messen für Europa feiern, um die leeren geistlichen Räume in den Herzen unserer europäischen Bevölkerung zu füllen, die durch diese Tragödie entstanden sind. Wir senden unsere Liebe und Fürsorge, unseren Segen und unsere reichlichen Gebete in die ganze Welt und bitten Gott um Barmherzigkeit für die Menschheit, damit sie schnell von dieser Krankheit befreit wird.

Unser Projektpartner Moses Baluku, ehemaliger Kindersoldat, schrieb aus Kasese, Uganda:

Heute Abend haben wir den Kreuzweg mit Bischof Francis Kibira gebetet. Wir haben für die aktuelle Corona-Virus-Situation gebetet. Und wir werden es weiterhin tun, damit es vorbei geht.

Père Belony aus Haiti schreibt:

Ich bete für Euch, Eure Familien und Euer Land. Am Samstag dieser Woche wird eine Messe für die Länder gefeiert, die vom Corona-Virus betroffen sind. Möge Maria, die Muttergottes der Barmherzigkeit, bei ihrem Sohn Jesus für uns Fürsprache einlegen, damit dieser Virus in der Welt verschwindet. Gesegnete Grüße!

Father George Moise Diabone, Ordensoberer der Herz Jesus Missionare aus dem Senegal, schreibt:

Ja, diese Coronavirus-Situation sagt viel aus. Was meint Gott damit? Was bedeutet diese Situation für den Menschen? Das sind Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen. Aber dann sind wir ja Gläubige! Auch wenn die Erde erschüttert wird, bleiben wir standhaft! Bewahren wir unsere Hoffnung im Vertrauen auf Gott! Heiligstes Herz Jesu, wir vertrauen auf dich!