Indien:

Indische Weihnachtswelt

Bunt leuchten die Lichterketten auf der Sacred Heart Cathedral in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi. Die Dekoration erinnert fast schon an amerikanische Weihnachtsfilme. Für die rund 28 Millionen Christinnen und Christen auf dem Subkontinent gehört es aber unbedingt dazu, ihre Häuser und Kirchen farbenfroh zu schmücken, um die Geburt des Erlösers Jesus Christus gebührend zu feiern. Anstelle von Tannenbäumen zieren aufgeputzte Bananenstauden und Mangobäume die Häuser. Inzwischen halten auch immer mehr westliche Elemente wie Christbaumkugeln und Weihnachtsmänner Einzug in die indische Weihnachtswelt. Für die römisch-katholische Bevölkerung bleibt dennoch die Feier von Christi Geburt das Allerwichtigste. Mit dem Besuch der Christmette am 24. Dezember beginnen sie das Weihnachtsfest. Drei Stunden kann dieser Gottesdienst dauern. Danach feiern die Menschen auf den Straßen weiter. Sie entzünden Kerzen vor den Gotteshäusern als Opfergabe und Gebet. Und sie halten inne, um im feierlichen Trubel und blendenden Glanz der Lichterketten auf das Kind in der Krippe zu schauen. Dieses ist schließlich der Anlass ihrer Freude.

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