Kenia

Lochom Ekiru

Landwirt Lochom Ekiru prüft die empfindlichen Schäden an seinen Maispflanzen, nachdem gewaltige Schwärme von Wüstenheuschrecken sein Feld in der Turkana, im Nordosten Kenias heimgesucht haben. Lochom Ekiru ist ein vielgeprüfter Mann: Der 65-jährige war wie viele Männer in der Region Hirte, der von der eigenen Viehherde lebte. Durch Überfälle von Viehdieben verlor er seine gesamte Herde. Die verbliebenen Ersparnisse investierte er in den Ackerbau. Jetzt hat er den Großteil seiner Ernte verloren. Die riesigen Schwärme an Heuschrecken fressen gnadenlos in nur wenigen Minuten die Ernte auf. Allein ein Schwarm frisst täglich so viel, wie es braucht, um 35.000 Menschen zu ernähren. Außerdem vermehren sich die Insekten unglaublich schnell: Die Insekten, die das Maisfeld von Bauer Ekiru verwüsteten, sind bereits die zweite Generation von Heuschrecken in diesem Jahr. In nur drei Monaten kann sich die Population verzwanzigfachen, in sechs Monaten ist sie bis zu 400-mal so groß. Dabei ist die Lage in der Turkana-Region ohnehin schon angespannt: Zuerst Dürren, dann Überschwemmungen und nun setzt auch die Coronakrise den Menschen zu. Wenn jetzt Lochom Ekiru in der Not Lebensmittel für seine Familie zukaufen will, muss er Höchstpreise zahlen. Die Kleinbauern und ihre Familien stehen vor einer Katastrophe.

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