Kinder ohne Eltern, ohne Zuhause

Dort unter diesem Baum: Pierre deutet auf einen dichtgewachsenen Blätterriesen. Dort hatte er immer sein Nachtlager aufgeschlagen. Nachdem seine Tante ihn nicht mehr versorgen hatte können, war der mittlerweile Zwölfjährige nach Pilate gekommen, eine 50.000 Einwohner zählende Stadt in den Bergen im Norden Haitis, dem ärmsten Land Lateinamerikas. Nach Pilate führt keine asphaltierte Straße, nur eine schmale Schotterpiste für Jeeps und Eselfuhrwerke. Hier gibt es keine Stromleitungen, nur zwei Diesel-Generatoren. Einer davon gehört Pfarrer Snell. Er war es auch, der Pierre gefunden hat. „Komm mit“, hatte er ihm damals gesagt, „ich habe einen Platz für dich.“ Seit damals ist Pierre Teil des Pfarrprogramms für Straßenkinder.

Was die Kirche hat, wird geteilt

Zwanzig Kinder, die zuvor obdachlos waren besuchen nun die Schule in Pilate. Diese wird ebenfalls von der Kirche betrieben. Für Kinder wie Pierre hat Pfarrer Snell einen Notschlafplatz eingerichtet. Der ist zwar sehr klein, aber die Schule platzt aus allen Nähten und ist baufällig. Es werden dringend weitere Unterrichtsräume benötigt. Behelfsmäßig werden einige Klassen unter Zeltplanen unterrichtet. Wenn es regnet, tropft das Wasser auf die Schultische und wenn die Sonne scheint, wird es extrem heiß. „Wir versuchen so gut es geht mit dem auszukommen, was wir haben und das teilen wir mit der Gemeinschaft“, erklärt Pfarrer Snell die schwierige Situation. Für ein Essen für Pierre vor dem Unterricht reicht es alle Mal und er lernt Lesen und Schreiben - das ist schon mehr als er sich hätte erhoffen können, als Straßenkind in Haiti.

Ein Netzwerk von Helfern

Dank des Einsatzes von Menschen wie Pfarrer Snell, gibt es Hoffnung in der abgelegenen Stadt in den Bergen: Dabei spielt die Kirche eine große Rolle. Während sonst kaum etwas in Haiti richtig funktioniert, kann die Pfarre vielen Menschen helfen, ihr Leben ein wenig besser zu gestalten, das gilt natürlich auch für Straßenkinder wie Pierre aber nicht nur. „Das Wichtigste ist die Katechese, die Glaubensvermittlung“, erklärt Pfarrer Snell. Ohne die zahlreichen engagierten Katechisten, könnte der Priester nie alle Menschen erreichen, die zu seinem großen Pfarrgebiet gehören.

Die Schule wird ausgebaut

Schon lange betreibt die Pfarre in Pilate eine Volks- und Mittelschule. Im College nimmt man gerne Kinder aus Pilate. Allerdings sind die Räumlichkeiten bereits baufällig. Gemeinsam mit Missio wird Pfarrer Snell die Schule renovieren und ausbauen. Für obdachlose Kinder wie Pierre sollen zusätzliche Räume geschaffen werden, damit sie nicht mehr auf der Straße leben müssen. Deshalb bitten wir dringend, um Unterstützung für Pfarrer Snell und seine Gemeinde: Damit die Kirche wirklich alle erreichen und ihnen dienen kann.

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