Sie gehört zu den großen der Weltgeschichte: Sie gründete nicht nur das „Werk der Glaubensverbreitung“, das für die Ausbreitung der Weltkirche von entscheidender Bedeutung werden sollte. Im „Lebendigen Rosenkranz“ organisierte sie eine alle Kontinente umspannende Gebetsliga. Ihr Millionenerbe widmete sie den Armen und Arbeitern.

Spirituelle Erneuerung

Pauline Marie Jaricot wird am 22. Juli 1799, im letzten Jahr der Französischen Revolution geboren. In dieser Epoche, in der Frankreich die Entchristianisierung droht, verstärken die Laien in der Kirche ihr Engagement und verhelfen dem religiösen Leben zu einer tiefgreifenden spirituellen Erneuerung.

Die neuerwachte Begeisterung für die Mission erfasst auch die junge Pauline Jaricot. Sie will den christlichen Glauben möglichst vielen Menschen nahe bringen.
Mit erst achtzehn Jahren gründet sie die „Société pour la Propagation de la Foi“, den Vorläuferverein des Päpstlichen Missionswerks der Glaubensverbreitung.

Von der Freude erfasst

Jeder Unterstützer sollte täglich ein kurzes Gebet für die Mission sprechen und wöchentlich einen „Sou“ spenden. Pauline will damit allen Missionen weltweit ohne Unterschied helfen. Es geht um die universale Sendung der Kirche.
Pauline begreift, dass Mission als Weitergabe der „Frohen Botschaft“ nur gelingt, wenn auch alle, die die Mission unterstützen, von der Freude des Evangeliums erfasst sind.

Den Rosenkranz, der ja das Evangelium kompakt in sich trägt, erkennt sie als Mittel dazu. 1826 gründet sie den „Lebendigen Rosenkranz“, eine alle Kontinente umspannende Gebetsliga. Dabei verpflichten sich insgesamt  15 Beter (eine „Rose“), je ein Gesätzchen der 3 Rosenkränze (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher) zu beten. Da jedes Mitglied weitere Beter anwirbt, wächst die Gebetsgemeinschaft rasch. Innerhalb weniger Jahre beten 15 Prozent der damaligen Bevölkerung Frankreichs, den „Lebendigen Rosenkranz“.

Von Lyon in die Welt

1845 erwarb Pauline, der das Los der Arbeiterschaft sehr am Herzen lag, eine Fabrik, die sie nach gerechten, sozialen Grundsätzen führen wollte. Mit ihrer Vision von gerechten Arbeitszeiten und Löhnen, freundlichen Arbeiterwohnheimen und Gewinnbeteiligung durch die Arbeiter nimmt sie wesentlichen Forderungen der katholischen Soziallehre vorweg, wie sie 1891 von Papst Leo XIII. in der Enzyklika „Rerum Novarum“ formuliert werden sollten.

Doch Pauline sitzt zwei Betrügern auf und verliert so ihr ganzes Vermögen. Pauline stirbt mit 62 Jahren einsam, verarmt und krank, aber keineswegs verbittert. Nach ihrem Tod im Jahr 1862 erhielt sie ein Armenbegräbnis. Für die „Ehrwürdige Dienerin Pauline Jaricot“ läuft ein Seligsprechungsverfahren.

Missio-Gebetsaktion

Am 9. Jänner 2012 jährte sich Paulines Todestag zum 150. Mal. Zu diesem Anlass startete Missio die große Gebetsaktion „Eine Rose für die Welt“. Werden auch Sie Teil der Missio-Gebetsbewegung für die Mission und den Frieden auf allen Kontinenten und beten Sie mit!
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Lebendiger Rosenkranz

Im Jaricot-Jubiläumsjahr 2012 lädt Missio zum "Lebendigen Rosenkranz"
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