AUSTRIA.ON.MISSION

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DER

Austria.On.Mission-Award

Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich zeichnen jedes Jahr Personen oder Personengruppen aus, die sich in vorbildlicher Weise für die Weltmission einsetzen oder missionarisch engagieren und verleihen diesen eine Auszeichnung: den „Austria.On.Mission-Award“.

Der Austria.On.Mission-Award ist eine künstlerisch wertvolle Eselsfigur aus Bronze. Der Esel verweist auf die biblische Symbolik, wonach unser Herr Jesus Christus bewusst ein demütiges Lasttier für seinen Einzug in Jerusalem ausgewählt hat, um dort sein Leben für das Heil der Welt hinzugeben.  Zudem ist bis heute der Esel in vielen Ländern der Welt ein ausgenutztes Lasttier, dessen Arbeit oft unbeachtet und unbedankt bleibt.

So ist der Esel ein geeignetes Symbol für missionarisches Wirken im allgemeinen und für das Wirken der Päpstlichen Missionswerke im Besonderen.

AUSTRIA.ON.MISSION-AWARD

Die Kategorien

PREISTRÄGER 2020

Missionary from Austria

SCHWESTER JOHANNA DATZREITER FMM

Schwester Johanna Datzreiter wurde kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, am 2. April 1938, als älteste von neun Kindern in Frankenfels (Niederösterreich) geboren. Die große Familie prägte ihre Jugend stark: schon früh übernahm sie Verantwortung für ihre Geschwister, weil ihre Eltern nach dem Krieg in der Landwirtschaft tätig waren. Diese Erfahrung war ausschlagend für ihren weiteren Lebensweg.

1955 lernte sie den Missionsorden der Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens kennen und fasste sofort den Entschluss, in deren Gemeinschaft in Eichgraben einzutreten. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin in Wien-Döbling (1959-1963) und ging anschließend nach Deutschland, wo sie sieben Jahre lang in einer ökumenisch orientierten Pfarre in Bochum wirkte.

Am 8. Dezember 1974 reiste Schwester Johanna nach Rom, um im Petersdom am 6. Jänner 1975 an der Sendungsfeier von 400 Missionarinnen und Missionaren aus aller Welt teilzunehmen. Papst Paul VI. überreichte den anwesenden Ordensleuten ein Missionskreuz und ermutigte sie mit den Worten „Geht, ihr seid gesendet!“. Zwei Tage danach landete Schwester Johanna bereits in Monrovia, der Hauptstadt von Liberia, und ein großes Abenteuer begann für die österreichische Ordensfrau.

Die ersten Jahre wirkte Schwester Johanna als Lehrerin in einer Schule für Kinder von Leprakranken, die mit Hilfe von Missio Österreich aufgebaut wurde. 1981 ließ sie sich in Sierra Leone zur Katechistin ausbilden und studierte bei dem berühmten, aus Ghana stammenden Theologen und Erzbischof Peter Kwasi Sarpong Anthropologie mit einem speziellen Fokus auf afrikanische Inkulturation. 1990 brach in Liberia der Bürgerkrieg aus. Schwester Johanna musste während der 14 Jahre lang andauernden Kämpfe insgesamt viermal mit der Bevölkerung fliehen: dreimal landete sie mit ihrer Gruppe in einem Flüchtlingscamp in der Elfenbeinküste, und beim vierten Mal flüchtete sie über Guinea und die Elfenbeinküste bis nach Ghana. Nach Ende des Krieges (2004) begann Schwester Johanna, sich in Liberia um ehemalige Kindersoldaten und deren Integration in die Dorfgemeinschaften zu kümmern. Als 2014 in Liberia die Ebola-Epidemie ausbrach, stand Schwester Johanna wieder der liberianischen Bevölkerung bei. 2017 kehrte sie schließlich aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nach Österreich zurück.

PREISTRÄGER 2020

Missionary in Austria

BIRGIT UND HANNES MINICHMAYR

Birgit wurde am 7. Februar 1969 als erstes von zwei Kindern in Linz geboren, Hannes erblickte zehn Tage später, am 17. Februar, als Nachzügler von zwei älteren Schwestern das Licht der Welt. Beide wuchsen in traditionell katholischen Familien auf, in der die persönliche Beziehung zu Gott vorerst keine Rolle spielte. Während Hannes, ein eifriger Ministrant, des Öfteren beim Austragen der Krankenkommunion half, fand Birgit erst durch einen Bibelkreis mit mehreren jungen Frauen zu einer persönlichen Gottesbeziehung und engagierte sich von da an als Jungschargruppenleiterin und half mit Gottesdienste zu gestalten.

Der musikalische Werdegang von Hannes begann mit 16 Jahren. Er lernte Gitarre zu spielen, später auch noch das Schlagzeug und schließlich begann er eine gesangliche Ausbildung. Nach der Matura beschlossen beide Theologie zu studieren. Birgit studierte daneben auch Englisch. Während des Studiums lernten die beiden einander kennen. Schon während der letzten Studiensemester begannen beide an der Volksschule Religion zu unterrichten. Birgit hatte aus England, wo sie zuvor ein Auslandsemester an der Bibelschule der Fackelträger in England verbracht hatte, Bewegungslieder mitgebracht, die nun in den Unterricht eingebaut wurden. Geprägt von den Erfahrungen ihrer Kindheit, dass es ihnen in der Kirche oft langweilig war, war es Birgit und Hannes nun wichtig, Freude am Glauben zu vermitteln.

Nach dem Studium begannen beide als Pastroralassistenten zu arbeiten. Er in Altmünster – sie in Bad Ischl. Hannes, für die Jugendarbeit zuständig, hatte die Idee,   ein biblisches Musical für Kinder einzustudieren. Birgit half ihm dabei. Das Weihnachtsmusical ….. (1993)  einstudiert mit der Jungschar der Pfarre Altmünster hat so großen Erfolg, dass sie beschließen, die Gruppe KInder SIngkreis, nach dem Vorbild der Vorarlberger „Chörle“ – Gruppen von Jugendlichen, die zusammen in Gottesdiensten singen – weiterzuführen. Daraus wurde KiSi. Nach dem Pastoraljahr heirateten die beiden am 16.07.1994, dem Fest der Muttergottes vom Berge Karmel, und entschieden sich für Altmünster als gemeinsame Wirkungsstätte. Mit der Zeit stießen Kinder aus evangelischen und freikirchlichen Familien zu den KiSi. Daraus resultierte die ökumenische Ausrichtung, die mehr und mehr auch die Familien und andere Zuhörer miteinbezog. Darüber hinaus trat nach und nach die missionarische Grundausrichtung der KiSi zutage, denn es zeigte sich, dass die erwachsenen Zuhörer die von den KiSi gespielten Bibelmusicals selber nachlasen und begannen, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen. Das großzügige Angebot eines englischen Geschäftsmannes, der über finanzielle Mittel aus einer Stiftung verfügte, finanzierte das Projekt für weitere fünf Jahre, in denen Hannes und Birgit sich nun hauptberuflich  der Arbeit mit den Kindern widmeten. Der große Durchbruch gelang mit Birgits Musical „Lilli du das unglaubliche Comeback“ (1999), das das Thema der Auferstehung behandelt. Allmählich entstand aus den KiSi Kids eine missionarische Bewegung.

Nachdem sich KiSi Gruppen in verschiedenen Teilen Österreichs ausgebreitet hatten, fanden ab dem Jahr 2000 die ersten Auslandseinsätze von KISI statt. Heute gibt es feste KISI-Gruppen in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Uganda, sowie Projekte in Belgien, Südtirol, Ungarn, Kenia und Israel. Insgesamt sind etwa 1400 Kinder in Europa und 300 Kinder in Afrika regelmäßig bei KISI. Aktuell arbeitet Birgit an einem Musical über Pauline Marie Jaricot, der Gründerin des „Werks der Glaubensverbreitung“.

PREISTRÄGER 2020

Star of Mission

HUGO ÖLZ

Hugo Ölz wurde am 7. August 1938 in Dornbirn geboren. Nach seiner Schulzeit war er drei Jahre lang als Diözesansekretär der KAJ (Katholische Arbeiterjugend) in Feldkirch tätig. Schon damals begeisterte ihn der Gedanke von der gleichen Würde aller Menschen auf der ganzen Welt. Daher wollte er sich nach seinen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass junge Leute in Afrika Chancen bekommen, ein gutes Leben zu führen. So hat er es beispielsweise ermöglicht, dass ein junger Mann aus Burkina Faso eine Lehre als Automechaniker in Vorarlberg machen konnte, um dann in seiner Heimat eine Werkstätte aufzubauen.

Nach Abschluss der HTL für Elektrotechnik in Innsbruck trat Hugo Ölz als Lehrer in den Schuldienst ein und wirkte zunächst in der Berufsschule Bregenz. Bald erhielt er den Auftrag, die neu zu errichtende Landesberufsschule in Feldkirch aufzubauen, die schließlich 1979 eröffnet wurde. Dort war er dann 10 Jahre lang Direktor. Im Jahr 1989 wurde er Landesschulinspektor für alle Berufsschulen in Vorarlberg.

Als er mit 62 Jahren in Pension ging, meldete sein langjähriger Freund Obiora Ike aus Nigeria bei ihm und bat ihn, Aufbau eines Berufsausbildungszentrums zu helfen. Die Familie bestärkte ihn darin, dem Ruf in den Südosten von Nigeria zu folgen, und er sagte zu. Nach der Besichtigung eines bestehenden Rohbaus für die Schule, nahm das neue Bildungsprojekt konkrete Formen an. Hugo wusste aus seiner langjährigen Berufserfahrung, dass der Aufbau einer solchen Berufsschule nur möglich ist, wenn ein verlässliches Team vor Ort die Zügel in die Hand nimmt. So suchte er ein Team aus einheimischen motivierten Leuten und begann Schritt für Schritt junge Leute auszubilden. Neben der Berufsausbildung am neuen Zentrum VTTC Enugu war Hugo immer sehr wichtig, dass die Schüler schon früh Praxiserfahrung sammeln und suchte mit dem Team konkrete Projekte aus. Auf diese Weise setzte die Berufsschule VTTC zusammen mit den Schülern rund 25 Projekte um, von einer Schule im Busch, bis zum Dach für eine große Kirche. Er hat die jungen Menschen in Enugu überzeugt, dass eine 2-jährige handwerkliche Ausbildung genau das Richtige ist, um später ein gutes Leben in Beruf und Familie zu führen. In Vorarlberg fand er fachlich qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für dieses Entwicklungsprojekt, mit denen er zweimal jährlich vor Ort das Team der Berufsschule und die Berufsschüler besucht.

Hugo und Marianne haben im Jahr 1966 geheiratet und sind in Hohenems zuhause. Sie bekamen 5 Kinder – 2 Töchter und 3 Söhne. Heute gibt es 5 junge Familien mit gemeinsam 16 Enkelkindern.

PREISTRÄGER 2020

Hero of Charity

DER HERO OF CHARITY AWARD WIRD IM JAHR 2020 NICHT VERLIEHEN.

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Willkommen

Einstimmung & Grußworte

Austria.On.Mission-Awards

Bildenthüllung: Pauline Marie Jaricot

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