Notstand nach Zyklon

Eine junge Frau konnte mit ihrem Baby am Rücken der Katastrophe entkommen. Der Zyklon „Idai“ hat ihre Heimat verwüstet, sie wurde evakuiert. Im Nchalo Camp im Süden von Malawi ist sie vorerst sicher. Zusammengepfercht haust die junge Frau hier mit 3.000 anderen Menschen, die alles verloren haben. Im März hat der Zyklon in Mosambik, Malawi und Simbabwe verheerende Überschwemmungen ausgelöst und ganze Dörfer ausgelöscht. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass eine Million Menschen im Südosten Afrikas direkt betroffen sind. Mindestens 1.000 Menschen sind umgekommen, Hunderttausende wurden obdachlos. Am stärksten hat es Mosambik getroffen: Die Hafenstadt Beira, in der 500.000 Menschen leben, ist zu 90 Prozent zerstört.
Nach dem Zyklon hat sich im Südwesten von Beira zudem ein riesiger Binnensee gebildet: Er ist etwa 25 Kilometer breit und 125 Kilometer lang. Das entspricht der Entfernung zwischen Linz und Salzburg. Tausende Menschen sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten und warten auf Hilfe. Durch die Überschwemmungen drohen nun Krankheiten wie Cholera, Malaria und Typhus. Hoffnung geben die weltweiten Nothilfemaßnahmen und die
tausenden Helferinnen und Helfer vor Ort.