
Fotoausstellung mit historischen Fotografien aus den Missionsarchiven präsentieren Missio Steiermark und die Comboni Missionare im missio.haus.
Eröffnet wurde die Ausstellung anlässlich der 100Jahr Feierlichkeiten der Comboni Missionare am 10. Oktober 2008 in Graz-Messendorf. Dazu gab es auch ein spannendes Podiumsgespräch zur Zukunft der Mission.
Am Freitagabend, den 10. Oktober kamen rund 200 Gäste zum Podiumsgespräch und der anschließenden Vernissage ins Comboni Missionshaus Graz-Messendorf. Unter den Festgästen, der Provinzial der Comboni Missionare, P. Josef Altenburger und der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, Msgr. Dr. Leo-M. Maasburg sowie Repräsentanten der Orden, der Hilfswerke, der Kirche in der Steiermark und der umliegenden politischen Gemeinden.
Missio Steiermark ist seit dem Jahre 2001 Untermieter im Missionshaus und über das gemeinsame Projekt missio.haus Partner in der missionarischen Bildungsarbeit in der Diözese. Gleichsam als Festtagsgeschenk und Impuls für die zukünftige Zusammenarbeit hat Missio Steiermark dieses Gespräch mit Gästen aus 4 Kontinenten und die Ausstellung unter dem Titel: „Gehet hin und (l)ehret alle Völker. Mission im Spannungsfeld von Verkündigung und Dialog“ initiiert und umgesetzt.
Die ersten kurzen Stellungnahmen waren bereits eine „Missionsreise“ um die Welt mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. Im einleitenden Statement ortet die Pastoraltheologin Veronika Prüller-Jagenteufel eine Renaissance des Begriffs Mission – wobei in der kirchlichen Diskussion in Europa oft die schwindende Zahl der Kirchenmitglieder im Blick sind und weniger Menschen anderer Kontinente.
Einleitungsstatement von Drin. Veronika Prüller-Jagenteufel (mp3)
P. Gerhard Pötter, Dominikaner aus Deutschland und seit vielen Jahren in El Salvador tätig, sieht immer noch die Gefahr, dass die Mission Menschen dazu bringt ihre Kulturen aufzugeben.
Statement von P. Gerhard Pötter OP/El Salvador
Für die „Missionarin auf Zeit“ Pia Schildmaier, die drei Jahre lang Frauen in Gefängnissen Brasiliens begleitet hat ist Gott auch heute erfahrbar „… dort wo der Dornbusch brennt, wo es stachelig ist und wo man sich gar nichts erwartet.“
Statement von MMaga Pia Schildmaier/Brasilien-Schwechat
Für P. Joachim Nguyen aus Vietnam bedeutet Mission Grenzen überschreiten - „… nicht nur geografische, sondern auch zwischenmenschliche: Ideologien, Kulturen, Religionen, Hautfarben, die Kluft zwischen Reich und Arm.“ Sein Rezept: "Wir brauchen eine kenotische Spiritualität - eine, die auf die Erde heruntersteigt. Und wir müssen offen und ehrlich in den interkulturellen Dialog einsteigen."
Statment von P. Joachim Nguyen OP/Vietnam (Englisch)
Pfarrer Hermann Glettler versteht seine Mission in einer multikuturellen Gemeinde in Graz so: „Ich will beim Finden eines Schatzes behilflich sein.“ Ganz wichtig dabei ist für ihn die Gastfreundschaft.
Statement Pfarrer Mag. Hermann Glettler/Graz-St.Andrä
P. Franz Weber war 9 Jahre lang als Comboni Missionar "mit Leib und Seele" in Brasilien tätig und heute Pastoraltheologe an der Universität Innsbruck, mahnt, dass die Kirche nicht abheben darf. Sie muss die Menschen in ihrer Würde, ihrer Freiheit und in ihren religiösen Werten verstehen und stellte die provokante Frage: „Wird eine Kirche, die am Leben vorbei lehrt, am Leben bleiben?“.
Statement von Univ.Prof. P.Dr. Franz Weber MCCJ
P. Anthony Kibira aus Uganda, der jetzt in der Berufungspastoral in Südtirol tätig ist sieht seine Aufgabe als Missionar vor allem darin, mit den jungen Menschen nach den Quellen des Lebens zu suchen. Seine Frage an uns Europäer: „Als Missionare habt ihr den Völkern einmal eure Quelle des Glaubens gezeigt. Trinkt ihr noch aus dieser Quelle?“
Statement Von P. Mag. Anthony Kibira MCCJ
Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Podiumsgesprächs von Britta Breser aus dem Sonntagsblatt (PDF).
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Eine Ausstellung mit historischen Fotografien aus dem 20. Jahrhundert gibt es im missio.haus bis Ostern 2009 zu sehen.
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Ernst Zerche
(+43) 316 / 382 231
steiermark(at)missio.at
Web: Missio Steiermark