
Hunderttausende Mönche und Nonnen gingen in Burma – barfüßig, unbewaffnet und friedlich – auf die Straßen, um gegen die steigende Armut und Unterdrückung zu demonstrieren („alle welt“ hat berichtet). Heute ist wieder „Normalität“ in Burma eingekehrt, aber nur was Angst, Repression und Armut anbelangt. Bilder aus Burma erreichen uns fast keine mehr. Die Gesellschaft für bedrohte Völker fragt berechtigt: Wird es abermals 19 Jahre bis zur nächsten Demonstration in Burma dauern? Werden unsere Blicke erst dann wieder auf dieses goldene Land gelenkt, wenn der Aufbruch einer neuen Generation zerschlagen wird?
Missio Steiermark steht mit Missionaren in Thailand, die mit Flüchtlingen aus Burma arbeiten und in Myanmar selbst tätig sind, in enger Verbindung. Laienmissionare, die in Yangon tätig sind berichten: Nahezu alle Mon Mönche, mit denen wir zusammengearbeitet haben, sind verschwunden. Das Klosterviertel Bahan rund um der Shwedagon Pagode gleicht einer Geisterstadt. Mönche wurden ihrer Roben beraubt, zur Zwangsarbeit verschleppt oder am Lande hingerichtet und ihre Leichen verbrannt. Die Verhaftungswelle reichte von Yangon über Mandalay bis zur Hauptstadt der Kachin Provinz Myitkyina.
Von dort erreichte uns auch ein Hilferuf von Bischof Francis Daw Tang. Die Kachin stellen neben den Karen, Mon und vielen anderen eine Minderheit dar, die wiederum von der Zentralmacht der Burmanen unterdrückt werden. Viele von ihnen sind auch Christen. In den entlegenen Gemeinden ist die Kirche eine Kraftquelle im täglichen Überlebenskampf. Bischof Francis bat um eine finanzielle Unterstützung, um den Bau einer kleinen Kirche in Putao fertig stellen zu können. Er schreibt: „Das Kirchengebäude wird eine große Hilfe sein für all die kleinen christlichen Gruppen in der Region, die eine ganzheitliche Entwicklung fördern. Bei meinem letzten Besuch, die Anreise dauerte acht Tage, nahmen alle Bevölkerungsgruppen mit ihren Liedern und Tänzen an der Grundsteinlegung zum Bau der neuen Kirche teil. Buddhistische Mönche waren willkommen gemeinsam mit den Schwestern, Priester und Gläubigen konnten wir trotz aller Armut ein schönes Fest feiern. Ich habe mich sehr zu Haus gefühlt.“
Missio Steiermark hat noch vor Weihnachten einen Spendenaufruf an alle Freundinnen und Freunde in der Diözese gerichtet und freut sich 4.000,- Euro an Bischof Francis und die Gemeinde in Putao weiterleiten zu können. Hilfe für die Fertigstellung der Kirche und für die Waisenkinder in der Diözese Myitkyina, die besonders unter der Nahrungsmittelknappheit leiden. Missio Steiermark wird Bischof Francis und die in Not geratene Bevölkerung auch weiterhin unterstützen.
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Spendenkonto:
Empfänger: Missio Steiermark
Kontonummer: 287.474
BLZ: 38.000 (RLB-Stmk)
Verwendungszweck: BURMA