
Auf Einladung von Missio St. Pölten nahm P. Dr. Franz Helm zum Abschluss der Ausstellung "Es reicht - Wir haben den Hunger satt" Stellung und sprach vom Welthunger als einen Ernstfall für den christlichen Glauben: „Wer diese Ausstellung gesehen hat, kann nicht mehr ernsthaft behaupten, dass Hunger blindes Schicksal ist. Mehr noch: Wer das hier Gezeigte ernst nimmt, kann nicht mehr so tun, als ob der Hunger in der Welt mit seinen eigenen Ernährungsgewohnheiten und seinem alltäglichen Lebensstil nichts zu tun hat."
Durch die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat sich der Hunger in der Welt dramatisch ausgeweitet. P. Helm erinnerte daran, dass der jährliche Hungertod von Millionen von Menschen und die Mangelernährung einer Milliarde von Erdenbewohnern nicht sein müssten: „Nahrung ist ein Geschenk Gottes. Der Schöpfer hat eine Welt geschaffen, in der es genug für alle gibt. Mehr noch: Die Güter dieser Welt haben die Bestimmung, für alle zu sein. Das Gemeinwohl muss das Wirtschaften der Menschen bestimmen, nicht die Anhäufung von Kapital oder Ressourcen in der Hand von Privilegierten."
"Wenn Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, Brot des Lebens für die Vielen ist, dann muss der Welthunger für Christinnen und Christen wie ein Ernstfall wirken, der sie zu einem solidarischen Einsatz für die Hungernden und zu einem Kampf für die Veränderung der sündigen Strukturen antreibt.“ so P. Helm.
Der Vortragende schloß mit der Einladung, sich der Gebetsmeinung von Papst Benedikt XVI. vom Monat April 2009 anzuschließen, in der es heißt: „Wir beten, dass der Herr die Arbeit der Landwirte mit einer reichen Ernte segnet und die wohlhabenderen Völker für den Hunger in der Welt sensibler macht.“
P. Clemens M. Reischl OSB (Bild mitte), Diözesandirektor von Missio St. Pölten, und sein Vorgänger Pfarrer Josef Pretz (links im Bild) dankten P. Helm für seine aufrüttelnden Worte.
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