
Schwester Friederike Kühnel, unsere Missionsschwester im Kongo, wurde in der 47. Kalenderwoche am Fest der Seligen Jungfrau von der Wunderbaren Medaille, zugleich dem Tag ihres 40-Jahre-Berufs-Jubiläums, für ihren Einsatz im Kongo zur „Salzburgerin der Woche“ gekürt. Ein Auszug aus dem Text, der im Internet zu lesen war:
Seit mehr als 30 Jahren kämpft Friederike Kühnel von den Barmherzigen Schwestern für die medizinische Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo. Schwester Friederike Kühnel wurde am Dienstag, 27. November, zur „Salzburgerin der Woche“ auf SALZBURG.AT, der Internet-Plattform für die Europaregion gekürt.
Im Spital wird ein großer Plastikbehälter mit 1.000 Litern Fassungsvermögen auf einen Zementsockel installiert, um Regenwasser zu speichern. Damit wird die Hygiene in der Kinderstation verbessert. Dann steht eine viertätige Ausbildung für medizinisches Personal über die Behandlung von an Hunger erkrankten Kleinkindern auf dem Programm. „Meine Arbeit ist so vielfältig, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit dem Berichten anfangen soll“, erzählt Kühnel.
Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die medizinische Basisversorgung in der Region Mbandaka im Westen der Demokratischen Republik Kongo sicherzustellen. Oft fehlen schon die einfachsten Medikamente wie Aspirin, Tabletten zur Wasser-Desinfektion oder Impfstoffe. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, die Medikamente in der Region einzukaufen. So wurde im Laufe des Jahres um etwa 11.000 Euro das Lager aufgestockt.
Die Einsatzfreude Kühnels lässt erkennen, dass die Entwicklungszusammenarbeit ihre Berufung ist. Dieser Berufung folgt sie nach ihrer Ausbildung an der Krankenpflegeschule zur Diplomkrankenschwester in Salzburg und ging nach Afrika, um mit dem in Salzburg erworbenen Wissen den Menschen zu helfen. Heute ist sie Direktorin des diözesanen Büros für medizinische Dienste in Mbandaka und zuständig für die medizinische Betreuung von mehr als 300.000 Menschen. Neben dem Krankenhaus in Mbandaka versorgt sie 68 Gesundheits-Stationen auf dem Land mit den wichtigsten Medikamenten. Das Land Salzburg hat das Projekt über den Entwicklungspolitischen Beirat schon mehrmals finanziell unterstützt.
An der Basis ist es, wo sich Kühnel einsetzt: Die „Hungerbäuche“ werden immer noch mehr, beobachtet sie. Offiziell sind 6,4 Prozent der Bevölkerung an Aids erkrankt. „Doch wir merken, dass mindestens jeder Zehnte angesteckt ist. Wir ringen also darum, die Jugend aufzuklären, geben Unterricht und zeigen Filme in Schulen und Pfarren“. Die Lebenssituation der Menschen ist vom langen Bürgerkrieg gezeichnet und dementsprechend schlecht: Das Volk leidet an Mangelernährung und schweren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Lepra …
Mit überwältigender Mehrheit wurde die Ordensschwester Friederike Kühnel zur "Salzburgerin des Jahres 2007" gewählt. Missio Salzburg freut sich mit ihr über diese Auszeichnung. Auch Missio Salzburg konnte im Jahr 2007 Sr. Friederike dank der Erntedankteil-Aktion mit € 9.000,-- unterstützen.
Schrift + | - Seite drucken