
Die Ausmaße des katastrophalen Erdbebens in Haiti sind enorm: 200.000 Tote wurden bisher geborgen und in Massengräbern beigesetzt. Port-au-Prince, die Hauptstadt Haitis, ist zerstört. Nun geht es für Zehntausende ums tägliche Überleben. Jetzt ist schnelle Hilfe auch für den Wiederaufbau wichtig.
Die Überlebenden sind angewiesen auf Hilfe von außen. Haiti, eines der ärmsten Länder der Welt, kann sich nicht selbst helfen. Nach den schockierenden Bildern der Zerstörung war es beruhigend zu sehen, wie rasch und gezielt Hilfe anlief, wie sehr Menschen aus aller Welt Anteil nahmen und die Hilfsorganisationen in ihrer Katastrophenhilfe bereitwillig unterstützten. Über das dichte kirchliche Netzwerk auf der Karibikinsel half auch Missio umgehend. Der erste Schock ist überwunden. Die Ernährung und medizinische Versorgung der Menschen ist dank der vereinten, internationalen Hilfe so gut wie sicher gestellt.
Aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Abertausende brauchen ein neues Zuhause. Neue Infrastruktur muss geschaffen werden. Schulen müssen wieder errichtet werden. Missio wird sich gemeinsam mit den Partnern vor Ort nach der Ersthilfe vor allem auf den Wiederaufbau der kirchlichen Einrichtungen konzentrieren: die eingestürzte Kathedrale, kirchliche Waisenhäuser, Ordensspitäler, das komplett zerstörte Priesterseminar. Die Erfahrung aus anderen Katastrophenereignissen zeigt, dass vor allem ein funktionierendes kirchliches Netzwerk seelische und materielle Hilfe für die Bevölkerung nachhaltig gewährleistet.
Monsignore Dr. Leo-M. Maasburg, Nationaldirektor von Missio und langjähriger Begleiter Mutter Teresas, sagt: „Am schlimmsten leiden unter einer solchen Katastrophe immer die Mittellosen. Ihnen hilft nun die Kirche gezielt.“Jetzt ist es wichtig, Projektpartnern und kirchlichen Einrichtungen vor Ort den Rücken zu stärken. Nur wenn alle zusammen helfen, ist eine rasche und umfassende Hilfsleistung garantiert.
Die Kirche verfügt in diesem geprüften Land über ein ungewöhnlich dichtes Netzwerk. Ordensleute und Priester leisten bereits seit Beginn der Katastrophe persönliche Hilfe. Wo immer möglich, gewähren Kirchen, Klöster und kirchliche Einrichtungen den Opfern Obdach, Essen und seelischen Beistand. Unzählige müssen den Tod ihrer Angehörigen verkraften. Die meisten verloren innerhalb Sekunden ihre Lebensgrundlage durch das Erdbeben. „Gerade in so einem Fall muss man sich auf die Netzwerke verlassen können, damit Hilfe auch tatsächlich ankommt“, so Maasburg über die effiziente Hilfsstruktur der Päpstlichen Missionswerke. Missio bittet ihre zahlreichen Unterstützer um weitere Spenden und das Gebet für die Betroffenen.
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Richard, ein junger Haitianer, schreibt an Missio: „Am 12. Januar ist mein Land im Chaos versunken. Aber Gott ist groß und er hat für uns trotz allem einen Plan der Liebe! Bittet alle Menschen auf der Welt, 12 Monate am 12. jedes Monats für die Menschen in Haiti zu beten. Zögert nicht, es ist sehr wichtig!“
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